Artikel: Die Finanzbranche: Technologietrends 2020

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Mit einem Lächeln in die bargeldlose Zukunft

Bargeld kann nur schwer verfolgt werden und bietet unbegrenzte Möglichkeiten zur Geldwäsche; digitale Zahlungsmittel sollen Abhilfe schaffen. Projekte wie die Kryptowährung Bitcoin sollten den digitalen Geldtransfer sicherer und unabhängiger machen, doch konnten sie bisher regulären Geldmitteln nicht das Wasser reichen. Denn Bitcoin muss nicht als Zahlungsmittel akzeptiert werden und besitzt keinen richtigen Wert. Sein „Wert“ hängt ausschließlich von Angebot und Nachfrage ab. Steigen diese, steigt auch der Wert – andererseits kann er aber auch ins Bodenlose stürzen.

Neben Kryptowährungen leiten auch digitale Bezahldienste den Weg in eine bargeldlose Gesellschaft. Länder wie China sind hier federführend: Supermarkteinkäufe werden mobil über QR-Codes oder per App beglichen, in manchen Fast-Food-Filialen zahlt man sogar mit einem Lächeln. „Smile to pay“ oder „Lächele, um zu bezahlen“ funktioniert per Gesichts-Scan. Auch im Europäischen Raum ist in Ländern, die früh digitale Zahlungssysteme eingeführt haben, der Bargeldumlauf drastisch zurückgegangen. Beim Spitzenreiter Schweden beispielsweise wird laut der schwedischen Zentralbank Riksbank ein Rückgang von knapp 40 Prozent verzeichnet.

Für Banken verringern sich dadurch die Kosten für Druck, Lagerung und Transport von Bargeld; Kunden erhalten eine einfache, sichere und jederzeit verfügbare Alternative zu Barzahlungen. Auch 5G dürfte mobile Transaktionen deutlich verstärken: Mikrozahlungen werden in den verschiedensten Lebensbereichen zunehmen – vom Brötchenkauf beim Bäcker bis hin zum Lösen eines Parktickets.

Die Hindernisse, die sich dem bargeldlosen Zahlungsverkehr noch in den Weg stellen, sind Sicherheitsaspekte, fehlendes Vertrauen von Kunden und die mangelnde Konformität mit geltenden Bestimmungen wie beispielsweise der DSGVO. Doch mithilfe von Technologien wie KI, Wearables und IoT werden bereits Lösungen entwickelt, die die Welt in eine bargeldlose Zukunft führen.


Conor O’Driscoll ist eine versierte Führungskraft im Bereich Finanzdienstleistungen und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung mit institutionellen und Retail-Brokerhäusern. Aktuell bekleidet er den Posten des Vice President of OTC Platform bei Devexperts, wo er für die Roadmap und die Zukunftsvision der dxTrade-Plattform verantwortlich ist. Vor seiner Tätigkeit bei Devexperts hatte er verschiedene Managerpositionen inne, zuletzt als COO/Deputy CEO für den Online-Broker FxPro UK.

Über Devexperts:

Devexperts wurde 2002 gegründet und ist auf die Entwicklung maßgeschneiderter Softwarelösungen und -dienstleistungen für den Kapitalmarkt spezialisiert. Zu den Kunden des in München ansässigen Unternehmens zählen private und institutionelle Broker, Börsen und Buy-Side-Unternehmen. Die Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Asien beschäftigen mehr als 300 Mitarbeiter.

Die Produkte und Dienstleistungen von Devexperts zeichnen sich durch hohe Performance, Skalierbarkeit und Integrationsfähigkeit aus. Diese Eigenschaften sowie ein 24-Stunden-Monitoring- und -Supportservice sind der Grund dafür, dass die Lösungen von Devexperts zu den weltweit anerkanntesten und zuverlässigsten Finanzmarkt-Anwendungen gehören (beispielsweise die Plattform thinkorswim). Millionen Nutzer handeln jeden Tag mit der Devexperts-Technologie.

Die Datenlösungen von Devexperts werden unter dem Namen dxFeed vermarktet und beinhalten normalisierte Datenfeeds mit geringen Latenzzeiten sowie Mehrwertdienste wie AR/VR-Datenvisualisierung, Deep Learning, Marktanalyse, Überwachung, Abruf historischer Daten und Market-Replay-Funktionalitäten.

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