In diesen Beitrag geht es um Tipps für Onlinehändler: Wie kann man sich gegen Betrug und Abzocke schützen?
Tipps für Onlinehändler: Schutz gegen Betrug und Abzocke
Als Online-Händler kennen Sie sicher das Problem: Sie möchten Zahlmethoden anbieten, die von Ihren Kunden akzeptiert werden – etwa Kauf auf Rechnung, SEPA-Lastschrift, Kreditkarte, digitale Wallets wie Apple Pay oder Google Pay sowie „Buy Now, Pay Later“-Lösungen. Allerdings bergen diese Bezahlmöglichkeiten ein erhöhtes Risiko von Forderungsausfällen, zum Beispiel durch falsche oder gestohlene Bank- und Kreditkartendaten, nicht gedeckte Konten oder manipulierte Kundenkonten. Die zunehmende Nutzung sozialer Netzwerke und Datenlecks erhöht zusätzlich das Risiko für Identitätsdiebstahl und gezielte Betrugsversuche.
Betrug im Online-Payment kann die Existenz eines Online-Händlers bedrohen oder zumindest für erhebliche Einnahmeausfälle sorgen. Sie können bei bestimmten risikobehafteten Bestellungen, etwa bei Erstbestellungen, sehr hohen Beträgen oder verdächtigen Konstellationen, nur besonders sichere Zahlarten wie Vorkasse anbieten. Bedenken Sie jedoch, dass sich Neukunden durch eingeschränkte Bezahlmöglichkeiten schnell abschrecken lassen und lieber zu einem anderen Anbieter mit komfortablerem Checkout wechseln.
Was können Online-Händler gegen Betrug unternehmen?
Aus den genannten Gründen ist es für E-Commerce-Unternehmer heute unumgänglich, sich gezielt mit Betrugsprävention und Risikomanagement im Hinblick auf das Online-Payment zu beschäftigen. Die besondere Herausforderung besteht darin, das Risiko für Forderungsausfälle deutlich zu verringern und den Kunden dennoch mehrere bequeme und gewohnte Möglichkeiten der Onlinezahlung anzubieten. Je mehr verlässliche Informationen dem Händler über seine Kunden, deren Zahlungsverhalten und genutzte Endgeräte zur Verfügung stehen, desto besser sind die Voraussetzungen für ein wirksames Risikomanagement. Die Anonymität des Internets und der Einsatz professioneller, oft KI-gestützter Betrugsmethoden erschweren diese Aufgabe zusätzlich. Zudem ist die Thematik der Betrugsprävention im E-Payment durch rechtliche Vorgaben (z. B. PSD2/SCA, DSGVO) und technische Standards sehr komplex geworden.
Die Dienstleistungen eines Payment Service Providers wie der Novalnet AG können hierbei entscheidend unterstützen. Diese übernehmen nicht nur die Abwicklung der Onlinezahlung, sondern auch große Teile des Risikomanagements. Shopbetreiber profitieren von der Erfahrung, den Datenpools und den technischen Möglichkeiten des Anbieters. Zusätzlich erhalten Sie bei Bedarf Unterstützung beim Forderungsmanagement, bei der Verwaltung von Abonnements und Mitgliedschaften sowie bei wiederkehrenden Zahlungen. Die technische Anbindung der Lösungen erfolgt über sichere Payment-Plugins für alle gängigen oder individuell erstellten Shop-Systeme und kann in ERP- und Warenwirtschaftssysteme integriert werden.
Betrugsprävention in der Praxis: Moderne Sicherheitsverfahren und PCI-Compliance
In der Betrugsprävention bietet der Payment Service Provider verschiedene Verfahren, die je nach Risikoprofil eingesetzt werden können. Dazu zählen die Überprüfung von E-Mail-Adressen auf formale Korrektheit und tatsächliche Existenz, Plausibilitätsprüfungen von Adress-, Bank- und Kreditkartendaten sowie der Zugriff auf Datenpools und Blacklists, um risikobehaftete Verbindungen frühzeitig zu erkennen. Ergänzend sind Bonitätsprüfungen möglich. Mit IP- und Device-Sperren lässt sich das Austesten gestohlener Kreditkartendaten eindämmen, und über Limit-Checks kann die Höhe möglicher Forderungsausfälle begrenzt werden. Methoden zur zusätzlichen Autorisierung von Transaktionen – etwa PIN-by-Callback, PIN-by-SMS oder App-basierte Freigaben – erhöhen die Sicherheit weiter. Gleichzeitig helfen technische Sicherungen, unbeabsichtigte Mehrfachbuchungen zu vermeiden.
Ebenfalls ist das PCI-Zertifikat weiterhin ein wichtiges Thema. Dieser Sicherheitsstandard ist für alle Unternehmen relevant, die Kreditkartendaten verarbeiten, speichern oder übertragen. Für Online-Händler, deren Zahlungsverkehr vollständig über einen zertifizierten Payment-Service-Provider abgewickelt wird und die selbst keine sensiblen Kartendaten speichern, ist unter bestimmten Voraussetzungen keine eigene umfangreiche Zertifizierung notwendig. So können sich Händler auf ihr Kerngeschäft konzentrieren – und dennoch ein hohes Sicherheitsniveau im Payment-Bereich gewährleisten.






