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Plattform für agilen Software-Einsatz

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Plattform für agilen Software-Einsatz

Auch im Jahr 2022 steigen die Anforderungen an die IT-Systeme rasant. Software-Lösungen müssen immer schneller und effizienter auf veränderte Bedingungen in Unternehmen zugeschnitten werden. Zwei Trends können bei dieser Entwicklung helfen. Erstens: Zurück zum Standard – aber mit gezielter und passgenauer Individualisierung. Zweitens: Auf die Plattform – für flexible, kundenspezifische Adaptionen betrieblicher Prozesse. Wir geben einen Einblick in agile Software-Architekturen.

Plattform für agilen Software-Einsatz

Die fortschreitende Digitalisierung fordert auch im neuen Jahr ihren Tribut: IT-Infrastrukturen müssen immer agiler auf veränderte Marktanforderungen reagieren. Dies ist nicht nur der COVID-19-Pandemie geschuldet, sondern fußt auf dem allgemeinen digitalen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei steigt die Komplexität der IT-Systeme zunehmend, was ein hohes Maß an Experten-Know-how erfordert. Gleichzeitig herrscht nach wie vor ein großer Mangel an qualifizierten Fachkräften. So blieben laut einer Studie des Branchenverbands der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche (Bitkom) bis zum Jahresende 2020 quer durch alle Branchen 86.000 Stellen für IT-Experten unbesetzt. Der Fachkräftemangel im Bereich IT und Datenanalyse wird sich laut Handelsblatt bis 2030 weiter verschärfen.

Flexibilität leidet durch zu hohen Individualisierungsgrad

Um die Komplexität sicher in den Griff zu bekommen und die veränderten Anforderungen adäquat zu adressieren, bedarf es agiler Software-Architekturen. Erreichen lässt sich dies durch den Einsatz von Standard-Software. Die Standard-Software kommt im Unternehmen an, viele Prozesse sind bereits im System vorgedacht. Implementierung und Aktualisierung der Software laufen mit wenig Aufwand – eigentlich ein Traum für Unternehmen mit zu wenigen IT-Fachkräften. Doch in vielen Unternehmen ist der Status Quo ein anderer: Zwar kommen Standard-Lösungen zur Anwendung. Diese werden aber häufig in einem derart hohen Maß individualisiert, dass in der Folge die Flexibilität bezüglich neuer Anforderungen von Markt und Business empfindlich leidet.

Auch der Aufwand für die IT-Abteilung steigt enorm: Es ist schwierig, regelmäßige Updates in hochgradig individualisierte Software-Lösungen einzuspielen. Dies führt zu trägen IT-Strukturen und kann wichtigen Innovationen im Wege stehen. Darüber hinaus lassen sich hoch individualisierte Systeme meist nur mit dem tiefgehenden Know-how der ursprünglich verantwortlichen IT-Experten pflegen. Diese haben aber in vielen Fällen das Unternehmen bereits verlassen. So sind Anpassungen, aber vor allem auch Neuentwicklungen an der Software nur mehr schwer umzusetzen, wenn neue Marktbedingungen dies erfordern.

Agile Software-Landschaft

Nach dem Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 mussten beispielsweise viele Unternehmen ihre Prozesse schnell umstellen, um Kunden überhaupt weiterhin bedienen zu können und heute, rund zwei Jahre später, hat die fortgeschrittene Digitalisierung vieler Prozesse die Erwartungen der Konsumenten an die Händler grundlegend beeinflusst und verändert. Mit einer agilen Software-Landschaft fallen die erforderlichen Anpassungen deutlich leichter. Auch beim Zusammenschluss mehrerer Firmen erweist sich die Harmonisierung verschiedener Systeme als erheblich einfacher, wenn diese nur zu einem geringen Grad individualisiert worden sind.

Plattform für agilen Software-Einsatz

Daher heißt es 2022 für viele Unternehmen: Zurück zum Standard! Entscheidend ist dabei, jene Prozesse vorgefertigt zu übernehmen, die man schlicht als „Commodity“ bezeichnen kann. Dann sollten die freien Ressourcen ganz gezielt auf jene Prozesse fokussiert werden, die den Wettbewerbsvorteil und die Differenzierung des Unternehmens am Markt herausstellen und stärken. Diesen Ansatz verfolgen wir bei KPS. Und unsere Kunden sind begeistert davon: Viele Unternehmen haben den Schmerz von zu viel Individualisierung und der daraus resultierenden Unbeweglichkeit in der Vergangenheit stark gespürt und setzen für die Zukunft nun (wieder) auf Standard-Software.

Mit Plattformen gezielt und effizient individualisieren

Ein gewisses Maß an Individualisierung ist nötig, damit sich Unternehmen in den für sie entscheidenden Bereichen hervortun und Marktanteile sichern können. Moderne Plattformen machen es möglich, diese Individualisierung schnell, einfach und zielgerichtet umzusetzen und dabei ein Maximum an Agilität zu bewahren. Auf diese Weise lassen sich etwa auch neue, durch die Digitalisierung initiierte Geschäftsmodelle IT-seitig schnell und erfolgreich unterstützen.

In den meisten Unternehmen fallen über 80 Prozent aller Prozesse in die Kategorie Commodity – sie laufen in einer Branche im Prinzip für alle Unternehmen immer gleich ab. Die Individualisierung dieser Prozesse würde keinen Wettbewerbsvorteil bedeuten und zusätzlich die Prozesskosten erhöhen sowie Transformation und Innovation im Wege stehen. Eine modular konzipierte Plattform bringt diese Standardprozesse bereits fertig implementiert mit. So lassen sie sich schon vor Beginn eines Projekts end-to-end ohne viel Aufwand darstellen. Dies unterstützt die Anwender in der Akzeptanz der neuen Abläufe, auch wenn sie noch keine Erfahrung mit der ausgewählten Software haben – ebenfalls eine Hürde bei der Softwareneueinführung. Statt lange Blueprint-Phasen durchzuführen können Unternehmen mit diesem Vorgehen Ressourcen und Budget auf jene Prozesse konzentrieren, wo gezielte Individualisierung tatsächliche Wertschöpfung bedeutet. Wir nennen diesen Ansatz „Instant Platforms“.

Fazit

Im Jahr 2022 wird mehr denn je das Tempo, mit dem Firmen Änderungen angehen und Innovationen vorantreiben können, über den Erfolg am Markt entscheiden. Verantwortliche sollten daher keine wertvollen Ressourcen mit nicht differenzierenden Software-Individualisierungen verschwenden. Vielmehr ist es wichtig, zielgerichtet und mit Augenmaß zu individualisieren, um das richtige Maß zwischen bewährten Standards und maximaler Flexibilität zu finden. Unser moderner Plattformansatz liefert hierfür die optimalen Tools, um individuell erforderliche Software-Konfigurationen in Unternehmen effektiv zum Laufen zu bringen.

Transparenzhinweise zum Beitrag:

KPS AG
Katrin Wischhusen

Katrin Wischhusen ist Managing Partner bei der KPS AG, einem führenden Unternehmen für Transformationsinitiativen im Large Enterprise Sektor im Handel. Sie ist seit über 20 Jahren in der SAP-Beratung tätig und leitet heute Transformationsprojekte. Katrin Wischhusen engagiert sich für die effizientere Umsetzung von Projekten mit dem Instant Platform-Ansatz.

Die digitale Entwicklung kennt keine Pausen – deshalb verliert KPS gemeinsam mit seinen Kunden ebenfalls keine Zeit. Das Beratungshaus treibt kontinuierlich die Beschleunigung der digitalen Transformation voran, damit Unternehmen Innovation und neue Geschäftsmodelle am Markt besser und schneller umsetzen können. KPS-Kunden nutzen dafür auf ihre Branche zugeschnittene, sofort einsatzbereite Plattformen, die sowohl Standardisierung als auch hoch individualisierte Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen, von der einzelnen Kundeninteraktion über das operative Kerngeschäft bis hin zu den Finanzen. Für ein zukunftssicheres Hochleistungsdesign und eine flexible Infrastruktur für seine Kunden setzt KPS auf marktführende Technologien wie SAP S/4HANA sowie die führenden Customer Experience Cloud-Lösungen und ein starkes Partnernetzwerk. Für seine Leistungen ist KPS vielfach ausgezeichnet worden, als Beste Berater 2021 im siebten Jahr in Folge, als Top 100 Innovator 2021 Deutschlands, als führender Digital Experience Service Provider u.v.m. SAP ist seit 2001 ein Premiumpartner und zeichnete KPS mehrfach aus, u.a. als Diamant und Partner des Jahres für Handel und Konsumgüter aus, sowie mit dem SAP Pinnacle Award als einer der drei weltweit führenden Partner für Customer Experience. Einsatzbereite Plattformen und Lösungen mit sofortiger Wirksamkeit, echter Differenzierung und mit spürbar mehr Sicherheit – KPS nennt dies Instant Transformation.

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