Redaktionsbeitrag

Der Kampf um Talente – Wie man die besten Köpfe für sich gewinnt

Veröffentlicht am 21.06.2019

Unsere Arbeitswelt hat sich im Zuge der Digitalisierung extrem verändert: Produkte und Dienstleistungen werden schneller und globaler angeboten als jemals zuvor. Selbst für mittelständische Unternehmen ist eine weltweite Tätigkeit inzwischen normal und notwendig. Die Transparenz der Märkte sorgt für eine neue Art des Wettbewerbs. Wer in diesem erbarmungslosen Konkurrenzkampf bestehen will, muss auf Erwartungen und Ansprüche der Kunden rasch und umfassend reagieren – und das ist nur mit den richtigen Mitarbeitern möglich. Doch genau an dieser Stelle beginnt die eigentliche globale Schlacht: Der Kampf um die besten Talente entscheidet über Erfolg und Niedergang.

Der Kampf um Talente – Wie man die besten Köpfe für sich gewinnt

Der wichtigste Erfolgsfaktor in jedem Unternehmen sind die Menschen, welche darin tätig sind – das wissen wir alle. Es geht um Kompetenzen, fachlich wie menschlich. Doch gerade in den hochentwickelten Nationen der westlichen Welt war es noch niemals so schwierig, passendes und kompetentes Personal zu finden. Diese Entwicklung hat vor allen Dingen drei gewichtige Gründe: Die Vergreisung der „satten“ westlichen Gesellschaften, die in Ländern wie Deutschland ausgerechnet in eine Zeit zunehmender Technisierung fällt, die dramatisch geringe Zahl an Absolventen der so genannten MINT-Berufe und der Pflegeberufe sowie das Wachstum eines globalisierten Arbeitsmarktes, welcher in immer mehr Fällen zur Abwerbung von Talenten in andere Länder führt. Hinzu kommen gestiegene Ansprüche der begehrten guten Köpfe, welche um ihre Bedeutung wissen und entsprechende Forderungen mit Blick auf Geld, Flexibilität und die berühmte Work-Life-Balance stellen.

Unternehmen sind heutzutage also nicht mehr nur Konkurrenten in Bezug auf ihre Produkte, sondern auch im Ringen um die besten Köpfe auf einem schrumpfenden Arbeitsmarkt. Diese Situation verlangt von den Recruiting-Abteilungen der Betriebe Höchstleistungen – und auch HR und die Unternehmensführung müssen sich Gedanken über zusätzliche Angebote an potenzielle Kandidaten sowie über die Philosophie und die öffentliche Wahrnehmung ihrer Firma machen. Die Braut hübsch machen und mit System nach den richtigen Kandidaten suchen – darum geht es.

Employer Branding

Das richtige Eigenmarketing kann den Unterschied ausmachen und deshalb betreiben viele Unternehmen inzwischen Werbung in eigener Sache, dass es nur so kracht. Es bleibt jedoch die Frage, womit sich ein Unternehmen in Sachen Attraktivität aus Sicht der Bewerber tatsächlich von der Konkurrenz abheben kann. Die Unternehmen gehen hier in vielen Fällen auffällig ähnliche Wege: Hoch im Kurs stehen in den HR-Abteilungen die Themen Home-Office, flexible Arbeitszeiten, Weiterbildung und ein bunter Strauß aus Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung.
Ein echter Pluspunkt können Angebote zur berühmten Work-Life-Balance sein. In einer durch Digitalisierung und Globalisierung inzwischen stark eiligen Zeit erschöpfen sich Körper und Geist schneller und entsprechend groß ist das Bedürfnis nach Ausgleich. Ein gutes und glaubwürdiges Konzept in diesem Bereich kann überzeugen.

Das Recruiting der Zukunft

Viele Arbeitgeber haben erhebliche Probleme, offene Stellen adäquat zu besetzen. Es verwundert also nicht, dass die Entscheider in den Unternehmen sich nicht mehr alleine auf die traditionellen Wege über Stellenanzeigen und Headhunter verlassen wollen, sondern vielmehr selbst aktiv auf mögliche Kandidaten zugehen. Hier bieten sich moderne Recruiting-Methoden wie das „Active Sourcing“ an, also die direkte Ansprache potenzieller Bewerber über Karriereportale und soziale Netzwerke.

Ein wichtiger Recruiting-Trend ist auch das „Mobile Recruiting“, die Nutzung mobiler Endgeräte als Plattform zur Personalsuche und Bewerbung auf offene Stellen, zum Beispiel durch einschlägige Apps.

Gerade in MINT-Berufen wird der Fachkräftemangel immer dramatischer. Insbesondere Frauen sind hier stark unterrepräsentiert, obwohl sie oftmals sogar einschlägig ausgebildet sind. HR sollte auf die Zielgruppe „Frauen“ mit attraktiven und familienfreundlichen Angeboten zugehen.

Fazit: Die Technik hilft

Der Kampf um die besten Köpfe entscheidet über den Erfolg. Die Unternehmen müssen deshalb alles unternehmen, um in diesem globalen Wettbewerb zu bestehen. Sie müssen attraktiv für Kandidaten sein – und aktiv nach geeigneten Mitarbeitern suchen. Auf diesen Wegen kann moderne Technik hilfreich sein.

Arbeitgeberseitige Nebenleistungen sind elementar und es gibt zahlreiche Varianten dieser Benefits, die HR administrativ im Griff haben sollte. Moderne Benefit-Management-Systeme helfen an dieser Stelle, die angebotenen Intencives transparent zu halten, steuerlich richtig einzuordnen und stetig zu entwickeln.

Doch auch im Bereich Recruiting bietet die Technik Unterstützung an, zum Beispiel durch lernfähige Chat Bots, welche in Windeseile gleichzeitig mit einer großen Anzahl an Interessenten chatten und diese über das Unternehmen und offene Stellen informieren können.


Autor: Tanja Büchsenschütz, Director HR SD Worx Deutschland

Tanja Büchsenschütz, Director HR SD Worx Deutschland