Pressemitteilung

Steuerberatung im E-Commerce-Business – Rahmenbedingungen und Herausforderungen für Startups und Wachstumsunternehmen von Tobias Sick

Veröffentlicht am 13.11.2019

Kaum eine Branche ist so dynamisch wie der E-Commerce – entsprechend häufig ändern sich dort auch steuerrechtliche Rahmenbedingungen. Den Überblick darüber zu behalten kann schwierig sein, doch dabei sind Unternehmen nicht auf sich allein gestellt.

Steuerberatung im E-Commerce-Business – Rahmenbedingungen und Herausforderungen für Startups und Wachstumsunternehmen von Tobias Sick

Der Digitalisierungstrend der Gesellschaft wirkt sich natürlich auch auf die Geschäftsmodelle bestehender und neuer Unternehmen aus. Dadurch ergeben sich auch steuerrechtlich neue Herausforderungen für alle Unternehmen, die sich im E-Commerce-Bereich geschäftlich betätigen, beispielsweise über einen eigenen Online-Shop, eBay oder Amazon.

Die Rechnungsstellung – im Zusammenspiel mit der Buchführung und Steuer – ist dabei der „Casus Knacksus“, schließlich hat sie mehrere Aufgaben zu erfüllen.

  1. Sie muss den gesetzlichen Bestimmungen des Bundesfinanzministeriums entsprechen.
  2. Sie muss für den Kunden leicht verständlich und gut strukturiert dargestellt sein, um Vertrauen aufzubauen. Darüber hinaus erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass ein zeitnaher Geldeingang folgt.
  3. Die korrekte und zeitnahe Rechnungsstellung ist existentiell wichtig, vor allem für Startups. Nur über die Begleichung von Rechnungen kann ein Cash-Flow ins Laufen kommen.

Welche Pflichtangaben gibt es?

Vor allem Unternehmensgründern graut es oftmals vor der Rechnungsstellung und der anschließenden Anfertigung ihrer Buchhaltung, da sie Angst haben, etwas falsch zu machen. Deshalb hier die wichtigsten Vorschriften, um folgenschwere Fehler zu vermeiden.

Rechnungen im Sinne des § 14 UStG (Umsatzsteuergesetz) und §§ 31-34 UStDV (Umsatzsteuerdurchführungsverordnung) sind alle Dokumente, die eine Lieferung oder sonstige Leistungen in Rechnung stellen. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob die Rechnung elektronisch oder physisch per Post verschickt wird. Entscheidend sind die Inhalte, welche auf dem Dokument vermerkt sein müssen.

Folgende Elemente müssen aus gesetzlicher Sicht aufgeführt sein:

  • Name und Anschrift des Rechnungsstellers und Rechnungsempfängers
  • Steuernummer oder USt-IdNr. (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer)
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • Menge und Art der Lieferung bzw. Bezeichnung der sonstigen Leistung
  • Liefer- bzw. Leistungsdatum
  • Rechnungsbetrag, Steuerbetrag, Steuersatz bzw. ein Hinweis auf Steuerbefreiungen
  • Eventuell vereinbarte Entgeltminderungen (z.B. Rabatte, Skonto, Boni)

Ausnahmen

Natürlich gibt es kein Gesetz ohne Ausnahmen und Spezialregelungen. Im E-Commerce-Business gibt es nämlich nicht nur den eigenen Online-Shop, sondern man kann sich als Verkäufer auch auf „eBay“ oder „Amazon“ listen lassen, um von deren Reichweite zu profitieren.

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