Arbeit 4.0 und der Abschied von Excel

Wie arbeiten wir in der Zukunft? Sind Papier, Aktenordner oder Excel-Tabellen dann noch zeitgemäß? Die altehrwürdigen Werkzeuge werden zunehmend verschwinden. Welche Software stattdessen zum Einsatz kommt, können wir bereits heute erkennen.

Arbeit 4.0 und der Abschied von Excel

Consumer IT und Enterprise IT

Moderne Software muss zu modernen Arbeitskonzepten und vor allem zum betrieblichen Alltag passen. Dieser ist heute durch Flexibilität geprägt und äußert sich in ortsungebunden Arbeitsplätzen, Gleit- und Vertrauensarbeitszeit. Der Mitarbeiter der Zukunft hat mehr Möglichkeiten, sein Privatleben neben der Arbeit zu organisieren. Auch bei der eingesetzten Software verschwimmen die Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben. Unternehmenssoftware adaptiert immer mehr die Consumer IT.

So natürlich wir uns privat im Internet bewegen, so selbstverständlich werden wir webbasierte Software im Unternehmensumfeld nutzen. Moderne Unternehmenssoftware hat nichts mehr mit lokal installierten Programmen zu tun. Wenn wir in Zukunft noch etwas installieren, dann sind es Apps, Plugins oder dergleichen.

UX / UI Design im Fokus

Die Bedienung moderner Software wird sich deshalb auch an der von Web- und Mobilanwendungen anlehnen. Der Vorteil: Man findet sich sofort in neuer Software zurecht, da sich bei Apps und Webanwendungen einfache und intuitive Bedienkonzepte durchgesetzt haben und diese sich anwendungsübergreifend wiederfinden. Anders als aktuell noch in den Unternehmen unterliegt Consumer IT einem stärkeren Wettbewerb. Schwergängige Software hat dort auf Dauer keine Chance. So wird es auch in den Unternehmen kommen, da wir bei hoher Flexibilität und Geschwindigkeit keine Zeit mehr für aufwendige und lange Einarbeitung haben werden. Der Erfolg moderner Software wird sich überwiegend an der Einfachheit bemessen.

Auch künstliche Intelligenz wird vor allem zur besseren Unterstützung der Anwender zum Einsatz kommen. Selbständige wichtige Entscheidungen durch Softwareroboter liegen noch in ferner Zukunft. Greifbar nahe ist hingegen die Automatisierung von zeitaufwendigen Routinetätigkeiten.

Was wird aus Excel?

Vor diesem Hintergrund kann man sich nur schwer vorstellen, in Zukunft noch für betriebliche Abläufe selbstgebaute Excel-Tabellen oder Ähnliches zu nutzen. Die Nachteile bei Collaboration, Komplexität und Mobilität sind einfach zu groß. Dafür bieten sich Excel & Co auch in Zukunft bei besonderen und seltenen Aufgaben an, die in Unternehmenssoftware noch nicht berücksichtigt wurden. Unternehmenssoftware 4.0 für den Alltag und Excel für Prototyping und Exotisches.


Autor: Thomas Butterbach, Kaufmännischer Geschäftsführer von ODION

Thomas Butterbach - Kaufmännischer Geschäftsführer ODION
Schon während des Master-Studiums war Thomas Butterbach als wissenschaftliche Hilfskraft im SAP-Umfeld (TERP10-Zertifkat SAP Certified Business Associate) tätig. Seine Studienschwerpunkte Managementsysteme, Unternehmensführung sowie industrielle Produktion hat er nach Master-Abschluss als wissenschaftlicher Mitarbeiter der htw saar weiter vertieft, u.a. als Projektleiter in diversen IT-Projekten im Mittelstand. An der htw saar war Thomas Butterbach außerdem als Dozent für kaufmännische Unternehmensführung und Informationsmanagement mit SAP tätig. Seine Kernkompetenz sind Unternehmens-, Prozess- und Anforderungsanalysen, die er durch zahlreiche Workshops und Interviews in hauptsächlich industriellen Unternehmen ausgebaut hat. Seit 2017 ist er Geschäftsführer der ODION GmbH und bringt diese Erfahrung in die modernen Lösungen mit ein – immer nah an den Kundenanforderungen orientiert.

Über ODION:

Die junge Hochschulausgründung ODION ist angetreten, um Unternehmenssoftware neu zu denken. ODION will die mit Business Software verbundenen Hürden und Kosten reduzieren und einen niedrigschwelligen Einstieg in die Industrie 4.0 schaffen. Durch einen neuen Ansatz entfallen dabei die Lizenzkosten. Moderne Technologie kann schnell adaptiert und integriert werden. ODION liefert hierfür eine durchgängige IT-Plattform zum Umstieg in die digitalisierte Welt. Neben den klassischen ERP-Funktionen (Verkauf, Warenwirtschaft, PPS uvm.) kommuniziert die Plattform mit den technischen Abteilungen von Konstruktion bis Produktion. Sie verarbeitet Zustandsdaten von Maschinen und Betriebsdaten aus der Produktion. Damit gelingt eine Durchgängigkeit, die man selten findet.