Redaktionsbeitrag

Interview mit Apintra zum Thema: Wie Produktionsunternehmen Schlüsseltrends mit ERP meistern

Veröffentlicht am 27.06.2020

Matthias Weber im Gespräch mit Susanna Tirtey, Business Development Manager bei apintra, zum Thema: „Wie Produktionsunternehmen Schlüsseltrends mit ERP meistern“

5 Fragen an apintra zum Thema: „Wie Produktionsunternehmen Schlüsseltrends mit ERP meistern“

Auf unsere 5 Fragen zum Thema: „Wie Produktionsunternehmen Schlüsseltrends mit ERP meistern“ gibt uns Susanna TirteyBusiness Development Manager bei apintra, Antworten.

Frage 1: Welche Auswirkungen hat Ihrer Erfahrung nach die Digitalisierung für produzierende Unternehmen?

Durch die Digitalisierung, die Ausrichtung auf Industrie 4.0 und durch das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ändern sich viele Unternehmensbereiche. Es geht dabei nicht zwangsläufig um komplett neue Lösungen und Geschäftsmodelle. Die umfassende Vernetzung verändert zunächst einmal vor allem die vorhandenen Prozesse. Die Neuerungen haben ja nicht nur Folgen für die produzierenden Unternehmen. Auch die Entwicklung von Software ist betroffen – und Produkte werden sich zukünftig durch Software unterscheiden. Damit ändert sich auch die Bedeutung des Produktmanagements in der Softwareentwicklung.

Frage 2: Wie verträgt sich diese Entwicklung mit der Anforderung an Produktionsunternehmen ihre Produktivität zu steigern?

Um im Wettbewerbsmarkt zu bestehen, müssen Fertigungsbetriebe neben der Optimierung ihrer Fertigungsprozesse und dem klugen Einsatz ihrer Ressourcen auch die laufenden administrativen Aufgaben bewältigen. Ohne dass sie zur Hauptbeschäftigung ausufern. Termine müssen eingehalten werden, Deadlines werden überprüft, ob sie realistisch sind. Maßgeschneiderte ERP-Lösungen, die auf die jeweiligen Branchenanforderungen abgestimmt sind, sorgen dafür, dass Kalkulationsfehler – oder im schlimmsten Fall ein Produktionsstillstand – erst gar nicht entstehen.

Frage 3:  Welche Schlüsseltrends müssen produzierende Unternehmen zukünftig meistern?

Durch die zunehmende Globalisierung entstehen virtuelle Wirtschafts- und Kompetenzzonen. Deren lokale, regionale und weltweite Zusammenarbeit muss flexibel gemanagt werden. Deswegen brauchen Teams einen globalen Zugriff auf ERP-Systeme – von jedem Standort und jeder Niederlassung aus, abhängig von der Benutzersprache sowie dem Endgerät. Zudem müssen die Lösungen so konzipiert sein, dass sie für alle Teil-Geschäftsprozesse von produzierenden Unternehmen angewendet werden können. Vom Warenwirtschaftssystem, über die Buchhaltung, den Einkauf und Verkauf bis zu Customer Relationship Management (CRM) sowie Rechnungslegung für Human Resources (HR). Damit heißt das Gebot der Zukunft: Eine Lösung für alle – versus Einzellösungen. Und diese müssen einfach bedienbar sein und benutzerfreundlich sein – und sollten genauso von allen Mitarbeitern erlebt werden.

Frage 4:  Die Implementierung eines ERP-Systems ist komplex und aufwendig. Welches ist Ihr Erfolgsrezept?

Wir sind der Meinung, dass sich nicht der Kunde einer neuen Software anpassen muss, sondern die Software sich für das jeweilige Unternehmen eignen muss. D.h. sie muss zu den bestehenden Organisationsformen, der Branche und deren eigenen Sprache passen. Wir liefern keine Gerüste, sondern auf Branchen abgestimmte Lösungen. Dadurch wird sowohl die Zeit für die Implementierung als auch für die Einführung im Unternehmen reduziert. Eine einfache Benutzerführung, ein übersichtlicher Bildschirmaufbau sowie Programm-Steps, die an die bestehende Organisationsform angelehnt sind, gewährleisten dem Anwender eine leichte Handhabung.

Es kommt aber auch vor, dass wir vor in die Jahre gekommenen Softwaresystemen stehen. Da sind wir dann zunächst als „Übersetzer“ zwischen Markt, Anwenderbedürfnissen und Technik unterwegs. Danach gilt es, zunächst den kaum noch kontrollierbaren Datenwildwuchs zu verstehen, zu entflechten und das Backend gemäß neuen Anforderungen zukunftsorientiert neu aufzusetzen.

Frage 5: Eine Top-Priorität genießt das Thema Sicherheit – wie wird man unangreifbar?

Das Thema Sicherheit entwickelt sich weltweit zu einer der Top-Prioritäten. Nicht nur Einzelgeräte stehen im Fokus, sondern das gesamte IT-System. Neben der Netzsicherheit geht es in der Softwareentwicklung auch um das Thema Ausfallsicherheit. Beispielsweise wenn ein Stromnetz abgeschaltet wird. Wir empfehlen eine Vielzahl von Sicherheitsmaßnahmen wie u. a. Transaktionsverarbeitung, Replikation, verschlüsselte Verbindungen, 24/7/365 Monitoring und Vollsicherung alle 4 Stunden.


Das Interview wurde schriftlich mit Susanna Tirtey, Business Development Manager bei apintra, geführt.

Bei apintra verantwortet Susanna Tirtey die Geschäftsentwicklung und die Neukundengewinnung in Deutschland. Vor ihrem Einstieg bei apintra war sie bei der internationalen Wirtschaftskanzlei Clifford Chance seit 2011 ebenfalls im Bereich Business Development tätig. Susanna Tirtey ist Historikerin und Germanistin und hält einen Master of Arts in Alter Geschichte sowie einen Bachelor in Germanistik und Geschichte (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf).

apintra entwickelt und implementiert maßgeschneiderte ERP Software-Lösungen zur Systemintegration der gesamten Wertschöpfungskette – von der Produktion über die Warenwirtschaft bis zu Finanzen. Als Cloud-Lösung oder auf dem lokalen Server einsetzbar. Mit einer Entwicklungsphase von mehr als 35 Jahren, und hervorgegangen aus den ursprünglichen Produkten der HGS, bietet apintra kleinen produzierenden Unternehmen, dem Mittelstand sowie Konzernen und Behörden allumfassende, intelligente und preissensible Software-Lösungen. Diese erfüllen die heutigen Ansprüche von Industrie, Handel, Dienstleistung und Verwaltung auch hinsichtlich der Anpassbarkeit an die bestehende EDV. Damit unterstützt apintra die Produktivität, Effizienz und den Unternehmenserfolg seiner Kunden.

apintra Inc. wurde 2007 als US Aktiengesellschaft gegründet. Zu den Gründern gehören weltweit ansässige Spezialisten aus dem Bereich der Informationstechnologie sowie Kapitalgeber und strategische Investoren, die apintra Lösungen in ihren eigenen Unternehmen einsetzen. In Europa ist apintra durch die apintra Europe Ltd. in Leeds und durch die apintra Deutschland GmbH in Düsseldorf vertreten.