Globale Supply Chain Krise: Wie der Coronavirus Lieferketten unterbricht – und was Unternehmen dagegen tun können

Durch die Ausbreitung des Coronavirus ist die weltweite Wirtschaft in eine Krise geraten – Supply Chains zerbrechen global – doch Unternehmen müssen nicht tatenlos zusehen. Wer schnell handelt und aus der aktuellen Krise lernt, löst nicht nur jetzt Probleme, sondern wird auch langfristig davon profitieren. Wie? Das lesen Sie hier: 

Globale Supply Chain Krise: Wie der Coronavirus Lieferketten unterbricht – und was Unternehmen dagegen tun können

Der Coronavirus SARS-Cov-2 hat die Welt weiterhin fest im Griff. Seit Monaten leidet auch die Wirtschaft unter den Folgen. Trotz sinkenden Infektionszahlen in China und auch anderen Ländern – wo der Virus erstmals identifiziert wurde – ist eine Entspannung der Situation nicht in Sicht. Experten warnen vor den langfristigen Schäden an der Weltwirtschaft. Jetzt ist es die Aufgabe von Unternehmen, sich mit Lösungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen und Maßnahmen zu ergreifen, die das Ausmaß einer solchen Krise jetzt und in Zukunft eindämmen können. 

Supply Chains reißen ab

Von dem Zeitpunkt aus, an dem das Coronavirus in Wuhan entdeckt wurde, dauerte es nicht lange, bis Unternehmen weltweit mit unterbrochenen Supply Chains konfrontiert waren – Und das, bevor sich das Virus in anderen Kontinenten bemerkbar ausbreitete. Die Gegenmaßnahmen, die China ergriff, legten dort unzählige Unternehmen und Fabriken lahm, die wiederum auch Einfluss auf die ganze Welt haben. Denn ein Großteil von Unternehmen hängt entweder direkt von Lieferanten aus China ab, oder deren Lieferanten selbst beziehen Teile ihrer Lieferkette aus China. Hinzu kommt, dass das Geschäft in China durch die dortigen sozialen Einschränkungen einbricht. Wer also normalerweise Umsatz in China macht, muss mit unterbrochenen Lieferketten bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen umgehen. 

Ein globales Problem 

Schon als sich das Coronavirus in wenigen Ländern ausbreitete, waren die Folgen gewaltig. Inzwischen ist jedoch eine globale Pandemie ausgebrochen, die kaum ein Land verschont: Die Auswirkungen sind auf der ganzen Welt spürbar. Immer mehr Unternehmen gehen oder sind bereits in Kurzarbeit. Die Produktion wird heruntergefahren, wenn nicht sogar vorübergehend angehalten, wenn die Supply Chain nicht mehr das nötige Volumen liefern kann. Wie können Unternehmen dagegen vorgehen? 

Momentan spüren wir einen negativen Effekt der Globalisierung, der lokale Probleme schnell zu weltweiten Krisen machen kann – besonders wenn sich zu viele Lieferketten auf einen Punkt (wie beispielsweise China) konzentrieren. Daher ist es jetzt und in Zukunft wichtig, Supply Chains breiter zu verteilen und zu diversifizieren. Auch lokale Lieferanten sollten in Betracht gezogen werden – Selbst, wenn sie teurer sind, lohnt sich die langfristige Investition in Sicherheit: Je vielschichtiger und je redundanter die Supply Chain ist, desto resistenter ist sie gegen Einbrüche und Störungen. 

Digitale Lösungen nutzen! 

Digitale Lösungen können bei der Corona-Krise auf verschiedene Weisen helfen. Künstliche Intelligenz kann beispielsweise die Stabilität der Supply Chain in einem Maßstab überwachen, der für Menschen unmöglich wäre: KI kann etliche Faktoren rund um alle Lieferanten der Supply Chain analysieren und Unternehmen frühzeitig warnen, sobald eine Störung bevorsteht. Data Analytics auf Basis von Machine Learning kann die Analyse dabei zusätzlich unterstützen. Doch digitale Chancen sollten nicht allein im Risk Management ergriffen werden. 

Das Coronavirus stellt Unternehmen vor eine ganze Reihe unterschiedlicher Herausforderungen: Immer mehr Mitarbeiter müssen im Home Office untergebracht werden, Kunden bleiben zu Hause und Prozesse stehen still, da die Belegschaft nicht vor Ort ist. Nun ist Handeln gefragt: Wer früh reagiert, kann sich das Leben schon jetzt erleichtern und für zukünftige Krisen vorsorgen. Unified Communication Collaboration (UCC) Lösungen helfen Kollegen im Home Office, vernetzt und in Kontakt zu bleiben, und durch intelligente Automatisierung können viele Prozesse auch ohne Mitarbeiter weiterlaufen. Außerdem blüht in Zeiten der Quarantäne der Handel via E-Commerce – wer hier Chancen sieht, sollte sie schnellstmöglich ausbauen und das Online-Geschäft auf den neuesten Stand bringen, um so Defizite in anderen Geschäftsbereichen auszugleichen. 

Der beste Zeitpunkt, die Digitalisierung voranzutreiben, war gestern – der zweitbeste ist heute 

Das Coronavirus hat sich extrem schnell zu einer globalen Krise entwickelt. Auch wenn viele Unternehmen nicht auf die rapide Ausbreitung und deren Folgen vorbereitet waren, ist es nie zu spät zu handeln. Wer heute aus der Krise lernt und jetzt Gegenmaßnahmen einleitet, übersteht nicht nur die momentanen Herausforderungen, sondern wird auch langfristig profitieren. Die Digitalisierung schreitet voran – egal ob man mitspielt oder nicht: je früher man aber einsteigt, desto leichter wird die digitale Transformation. 

Empfehlen Sie den Beitrag weiter ...