Die Zukunft liegt in der Cloud

Die Cloud hat viel Potential – sie ist aber auch ein teures Investment. Kleinen und mittelständischen Unternehmen fällt der Schritt zur Cloud oft schwer. Doch gerade im E-Commerce lohnt sich ein Blick auf Platform-as-a-Service-Lösungen.

Die Zukunft liegt in der Cloud

Software in der Cloud ist heute Standard. In Deutschland stieg die Nutzung von Cloud Computing in den Unternehmen von 2015 bis 2017 um 10% auf 66%. Statista prognostiziert bis 2021 einen weltweiten Umsatz mit Cloud-Lösungen von 278 Mrd. US Dollar. Die Frage, die sich Entscheider stellen müssen, ist: „Können wir es uns leisten, diesen Trend nicht mitzugehen?“

Macht die Cloud Software besser?

Was hat es mit den Argumenten Pro-Cloud eigentlich auf sich? Von erheblichen Einsparpotenzialen ist da die Rede. Die Auslagerung von Software in die Cloud sei effizienter und kostengünstiger, da sie sich flexibler betreiben lässt und technologisch immer auf dem neuesten Stand bleibt. Doch wird eine Software wirklich besser, nur weil sie in der Cloud betrieben wird? Wer einfach nur eine Software von eigenen oder gehosteten Servern in eine Cloud migriert und sich dadurch einen technologischen oder betriebswirtschaftlichen Quantensprung erhofft, wird enttäuscht werden.

Eigenregie tut’s doch auch, oder?

Rein technisch und qualitativ ist die Cloud also kein Argument für den Software-Betrieb. Cloud-Computing-Gegner argumentieren, dass man durch fehlenden Aufbau von Know-how im Betrieb seltener eigene Wünsche realisieren kann und sich dadurch in Abhängigkeit des Anbieters begibt. Zwar werden in der Cloud Upgrades und Sicherheits-Patches als Service automatisch bereitgestellt, man muss sich dennoch selbst darum kümmern, diese einzuspielen. Ist die Einrichtung z.B. eines Onlineshops in der Cloud nicht sehr genau definiert, können auch Kosten schnell aus dem Ruder laufen. Unternehmen sollten alle Aspekte gut prüfen, testen und z.B. Skalierungs- und Belastungstests durchführen, um die Grenzen der neuen Umgebung auszuloten.

Muss meine E-Commerce-Plattform in die Cloud?

Während das Mieten von Software als Service längst Standard ist, scheinen die meisten Unternehmen mit Plattform-Management in der Cloud (PaaS) noch zu fremdeln. Mit PaaS mieten sich Unternehmen gesamte IT-Infrastrukturen, Software, Tools, Services und Wartung. Hier können Entwickler in einer definierten Umgebung eigene Programme entwickeln, anpassen und ausführen. Statista errechnet einen weltweiten PaaS-Umsatz von 15,6 Mrd. US Dollar in 2018, während der SaaS-Umsatz diesen Betrag um das 11-fache übersteigt. PaaS-Applikationen können im laufenden Betrieb in kurzer Zeit skaliert werden und garantieren so für den Endbenutzer eine dauerhaft hohe Performance.

Solche Skalierungseffekte sind typisch für den E-Commerce. Und genau dann ist PaaS sinnvoll. Ein Shop wird nicht nur einmal aufgesetzt, sondern muss regelmäßig erweitert und relaunched werden. Ganz normale Entwicklungen, wie z.B. „der Shop bewältigt Anstürme in Spitzenzeiten nicht“ oder „wir müssen ein Dritt-System (ERP, PIM, CRM, CMS usw.) anbinden“ bis hin zu „wir erschließen neue Märkte im Ausland“ können, nicht vorausschauend geplant, zum unlösbaren Problem werden. Und genau hier liegt der Vorteil von PaaS, denn Entwickler können auf der in der Cloud angebotenen Infrastruktur die eigene Plattform agil weiterentwickeln und müssen nicht Betriebs-, Skalierungs-, Sicherheits- oder Infrastrukturthemen lösen.

Cloud schafft mehr Zeit und Muße für den Kunden

Um Shops erfolgreich zu betreiben, musste sich so manches Handelsunternehmen zum tech-affinen Digital-Unternehmen wandeln. Das ist kein leichtes Unterfangen und gerade dem Mittelstand macht dieser Wandel zu schaffen. Zu viele Ressourcen fließen dort hinein, zu lange dauert die Bewegung aus eigener Kraft. Zumal die Kunden sich nicht für die Technologie im Hintergrund interessieren. Sie möchten einfach nur schnell und komfortabel online bestellen können.

Händler, die ihren Onlinehandel als PaaS-Anwendung managen lassen, stecken ihre Entwickler-Ressourcen gewinnbringend in die individuelle Anpassung des Shops und relevante Applikationen. Dank der Verzahnung der Tools und Tiefe der Integration läuft hier alles Hand in Hand. PaaS schafft Raum für Kundennutzen: Content, Look & Feel, Bildwelten, Usability, Performance. Der Wettbewerbsvorteil entsteht also dadurch, dass Händler ihre E-Commerce-Lösung so anpassen können, wie es für die Zielgruppe und das Geschäftsmodell am besten passt. Dass sie sich Freiheit und Ressourcen schaffen, die dem Kunden zugutekommen. Um also die Frage „Muss meine E-Commerce-Plattform in die Cloud?“ zu beantworten: Ja, wenn Sie sich schnell wandelnden Anforderungen problemlos anpassen, und vollen Fokus auf die wirklich wichtigen Themen Ihrer Kunden haben möchten!

Fazit: Nicht als Tech-Koryphäe, als Händler sind Sie gefragt!

Wer also den Umzug in die Cloud als Chance für mehr Rock n‘ Roll im E-Commerce wählt, schafft sich Raum. Technologie interessiert Onlineshopper nicht. Was sie aber ganz selbstverständlich erwarten, ist ein perfektes Shopping-Erlebnis. Für Performance und Verfügbarkeit sorgt dafür die richtige Cloud-Architektur inklusive Hosting und allen notwendigen Tools. Für weniger Risiko beim Shopbetreiber. Für mehr zielgruppenrelevante Inhalte, Spaß und perfekt abgestimmtes Offering beim Kunden.

Sicher, es gibt auch für den Eigenbetrieb oder Hosting eines Webshops bei einem Hoster gute Argumente. Wobei nur sehr anspruchsvolle Infrastrukturen Ausfallsicherheit, Verfügbarkeit, Bandbreite und Flexibilität in einer Qualität bereit­stellen können, die es mit dem Rundum-Sorglos Paket mancher Cloud-Lösungen aufnehmen kann. Es geht um viel mehr als um die Frage, Single Server oder Cloud. Es geht darum, ob Unternehmen für die kontinuierliche Transformation im E-Commerce bereit sind, oder auf der Stelle treten. Denn dass sich in den nächsten Jahren die Innovationsgeschwindigkeit im E-Commerce noch weiter beschleunigen wird, steht außer Frage. Wer den heutigen Innovationstandard nicht beherrscht, wird in Zukunft den Anschluss verpassen.

Autor: Nicole Lipphardt, Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG

Nicole Lipphardt ist Content Marketing Managerin bei der OXID eSales AG. Sie liebt gute Geschichten und ist passionierte Texterin. Sie wäre gerne als digital native zur Welt gekommen und versucht diesen Nachteil im täglichen Social Media Doing durch Begeisterung wieder auszubügeln. Aus vielen Jahren Tätigkeit bei GE Healthcare IT und der Testo AG stammen ihre tiefgreifenden Kenntnisse im B2B-Marketing, wo sie eine absolute Allrounderin ist.

Über OXID eSales AG:

Die Freiburger OXID eSales AG ist einer der bekanntesten Hersteller von E-Commerce-Lösungen im deutschsprachigen Raum. Unternehmen wie die Deutsche Post, Edeka, Schiesser und Mercedes-Benz betreiben Onlineshops auf Basis der OXID Plattform. Diese ist für ihre hohe Flexibilität, Individualität und Qualität bekannt. Was OXID eSales ausmacht, ist die Summe aus dem, was das Unternehmen das OXID Ökosystem nennt: über 150 zertifizierte Partner, 45.000 Entwickler der Open Source Community, das Support und Professional Services Team sowie die OXID Academy. Die Vorteile: eine hohe Innovationsgeschwindigkeit, qualitativ hochwertige Entwicklungen und langfristige Investitionssicherheit.