Von der Lieferkette zum Liefer-Flow

Wie die Digitalisierung für reibungslose Abläufe entlang der Supply Chain sorgt:

Von der Lieferkette zum Liefer-Flow

Prozesse in der Materialwirtschaft werden immer zeitkritischer: Die Lagerbestände sollen so gering wie möglich gehalten werden und Endkunden fordern immer kürzere Lieferzeiten. Der direkte „Draht“ zwischen Lieferanten, Lager-IT und ERP hilft, die Durchlaufzeiten in der Lieferkette zu optimieren. Der ERP-Hersteller proALPHA hat einige Praxisszenarien zusammengestellt.

Die Puffer zwischen Wareneingang und Weiterverarbeitung werden immer geringer. Daher muss die Liefer- und Vertriebskette absolut fehlerfrei laufen. Dies erfordert einen nahtlosen Informationsfluss zwischen Hersteller und Lieferant. Ohne IT ist das nicht zu leisten. Als führende Instanz initiiert das ERP-System diese Lieferprozesse und steuert sie auch. Fertigungs- und Handelsunternehmen profitieren gleich mehrfach davon: Sie beschleunigen ihre Abläufe, verkürzen Lieferzeiträume und können Termine zuverlässiger vorhersagen.

Automatische Orders: Läuft!

Um Bestellungen rechtzeitig auf den Weg zu bringen, haben viele Unternehmen bereits „Benachrichtigungssysteme“ über ihre Lagerbestände eingerichtet. Bei der rheinlandpfälzischen apra-norm ist man bereits einen Schritt weiter. Hier sorgt ein elektronisches Kanban-Regalsystem für C-Teile dafür, dass die passenden Schrauben oder Bolzen immer ausreichend zur Verfügung stehen, wenn sie für die Montage der Schaltschränke benötigt werden. Dazu stehen mehrere Dutzend Behältnisse mit den Kleinteilen in einem Regal jeweils auf einer Waage. Mit jeder Entnahme sinkt das Gewicht. Unterschreitet es eine kritische Schwelle, wird automatisch Nachschub geordert. Dazu findet in der Nacht ein Abgleich zwischen dem elektronischen Kanban-System und den erfassten Beständen im Modul Materialwirtschaft der ERP-Software proALPHA statt. Bei Bedarf löst diese die Bestellung beim jeweiligen Lieferanten direkt aus.

Bei Mungo, einem auf Befestigungstechnik spezialisierten Hersteller aus der Schweiz, sorgt dagegen eine vollautomatisierte und flexible Produktionsplanung dafür, dass sich immer genügend Ware im Lager befindet. Knapp 1.500 Tonnen Stahldraht verarbeitet der Schweizer Hersteller jährlich. Das Advanced Planning and Scheduling berechnet Kapazitäten und prüft, ob jeweils genügend Material vorhanden ist. Geht ein Bestand zur Neige, stößt das ERP-System einen Bestellprozess an.

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