Stolperfalle Datenschutz

Die DSGVO ist zwar schon seit längerem in Kraft, aber viele haben noch Probleme mit ihrer Umsetzung bzw. handeln gar nicht – was ernste Strafzahlungen in Aussicht stellt. Jürgen Litz, Geschäftsführer der cobra – computer’s brainware GmbH, beleuchtet fünf Aspekte zur korrekten Umsetzung der EU-DSGVO in digitalen Betrieben.

Stolperfalle Datenschutz

Bereits vor knapp zwei Jahren verabschiedete das Parlament in Brüssel die einheitliche EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). In den meisten digitalen Betrieben war – trotz zweijähriger Übergangszeit – große Verwirrung die Folge und noch heute fällt vielen die Umsetzung des umfangreichen Beschlusses schwer. Doch auch wenn hohe Komplexität schnell zu Verwirrung und Unsicherheit führt, gilt es Nachlässigkeiten bei der Durchführung oder gar Untätigkeit zu vermeiden. Drohenden Strafzahlungen entgehen zum Beispiel Onlinehändler oder Betreiber von Internetseiten und Portalen, indem sie verschiedene Punkte wie die folgenden beachten.

1. Betroffene informieren

Seit Inkrafttreten der EU-DSGVO besteht eine Informationspflicht des Verantwortlichen gegenüber den betroffenen Personen, so festgehalten in Artikel 13. Diese umfasst nicht nur Kunden oder andere Website-Besucher, sondern auch die eigenen Mitarbeiter sowie neue Bewerber. Entnimmt ein Betreiber die Daten direkt bei der betroffenen Person, ist er verpflichtet, diese vor der Erhebung zu informieren, was zum Beispiel durch einen Zusatz im Vertrag oder durch eine Einblendung auf der Internetseite geschieht. Beides beinhaltet die Angabe von Namen und Kontaktdaten sowie den Zweck der Speicherung und wie lange diese andauert. Auch jede Änderung der letzten Punkte fällt unter die Informationspflicht. Tritt der Sonderfall ein, dass eine dritte Partei die Daten sammelt und an den Verantwortlichen weitergibt – aufgeführt in Artikel 14 –, informiert dieser nicht nur über das Grundlegende, sondern gibt auch seine externen Quellen an.

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