Pressemitteilung

Interview mit Exact Software zum Thema ERP 2018

Veröffentlicht am 16.11.2020

Matthias Weber im Gespräch mit Mathias Reinecke, Senior Product Marketing Manager Cloud Solutions bei Exact Software Germany GmbH, zum Thema ERP 2018.

Interview mit
Mathias Reinecke, Senior Product Marketing Manager Cloud Solutions bei Exact Software Germany GmbH,
zum Thema ERP 2018

5 Fragen an Mathias Reinecke von Exact Software zum Thema ERP 2018:

Thema: Intelligente und Autonome Unternehmenssoftware (KI, Maschine Learning)

Wie weit wird eine Unternehmenssoftware im Jahr 2018 intelligente und autonome Entscheidungen treffen können?

Dank maschinellem Lernen wird es nicht mehr lange dauern, bis Roboter und intelligente Computer Menschen lästige Arbeiten abnehmen werden. Die Roboter arbeiten in der Buchhaltung, der Datenverwaltung und in ähnlichen Bereichen anhand festgelegter Prozessworkflows und haben dort nur so viel Entscheidungskraft und Intelligenz, wie die im Workflow festgelegten Regeln zulassen. Aufgrund der heutigen, leistungsstarken Computer sind wir in der Lage, aus massiven Datensätzen Schlüsse zu ziehen und diese als Entscheidungsgrundlage zu nutzen. Daten, die vorher nicht händelbar waren, bekommen nun eine Struktur. Dadurch kann die Technik bei automatisierten Prozessen unterstützen und beispielsweise das manuelle Erfassen buchhalterischer Daten ersetzen. Letztlich wird aber der Mensch die Empfehlungen bewerten müssen, denn er alleine besitzt die notwendigen analytischen Fähigkeiten.

Thema 2: Mobil-First Unternehmenssoftware (Cloud, webbasierte Software, Apps)

Sollten Softwarehersteller bei Unternehmenssoftware auch die Devise mobil-first haben?

Die Arbeitswelt wird zunehmend mobil. Klassische Bürozeiten verschwimmen und die internationale Zusammenarbeit – auch in unterschiedlichen Zeitzonen – nimmt stetig zu. Cloudbasierte Unternehmenssoftware bildet die Basis, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Entscheider in Unternehmen und auch deren Mitarbeiter können selbst dann auf Daten zugreifen, wenn sie nicht an ihrem Schreibtisch sitzen. So schaffen Digitalisierung und Vernetzung eine neue Art der effizienten Zusammenarbeit, Entscheidungen lassen sich bequem von unterwegs aus tätigen. Daher sind mobile Lösung unabdingbar und deren Echtzeit-Einblick in Daten die Königsdisziplin. Denn immer häufiger erwarten Anwender von Unternehmenssoftware, was sie von der Nutzung privater Apps bereits kennen.

Thema 3: Kollaborative Unternehmenssoftware (Virtual Reality, Chatbots, Unified Communications)

Wird Unternehmenssoftware bereits 2018 interaktiver oder braucht es dafür weiterhin separate Tools?

Die Kommunikation untereinander wird durch die zunehmende Digitalisierung immer schneller und grenzenloser. Das kann Anwender durchaus überfordern. Um ein effizientes Arbeiten zu gewährleisten, müssen zentrale Lösungen vernetzt und verknüpft werden. Das gilt sowohl für Unternehmensprozesse als auch für die Kommunikation. Ein Beispiel hierfür sind Chatbots. Sie sind mittlerweile schon so ausgereift, dass sie bereits im nächsten Jahr für die Nutzung von Unternehmenssoftware verwendet werden.

Thema 4: Vernetzte Unternehmenssoftware (IoT, API, Industrie 4.0)

Wie stark wird sich Unternehmenssoftware kurzfristig vernetzen lassen, um die künftigen Datenmengen aus IoT & Co. zu bewältigen?

Eine kurzfristige Vernetzung ist mit Vorsicht zu betrachten. Denn sie kann bei Einzellösungen schnell sehr komplex werden und ist dann nicht mehr händelbar. Bei komplexen Prozessen, wie beispielsweise der vollautomatischen Produktion, muss einige Vorarbeit geleistet werden. Dazu gehört zum Beispiel, geeignete Datenformate festzulegen, die sich von allen beteiligten Systemkomponenten verarbeiten lassen. Um die Herausforderungen der Vernetzung zu bewältigen, sollten Unternehmen mit einem starken Partner zusammenarbeiten. Denn die Basis bildet auch hier eine Verknüpfung zentraler Unternehmensprozesse, so wie es Ulixes Robotersysteme und Exact Software für den deutschen Markt bereits getan haben. Die ersten Gemeinschaftslösungen wurden bereits auf der HMI und Motek präsentiert. International kooperiert Exact Software unter anderem mit Festo und forscht gemeinsam an einer Cyber Physical Factory für Unternehmenssoftware.

Thema 5: Hacker-sichere Unternehmenssoftware (Blockchain, DSGVO)

Werden 2018 die Hackerangriffe auf ERP-Systeme steigen?

Die Zahl der Cyberangriffe wird generell zunehmen, ERP-Systeme sind davon nicht ausgenommen. Nutzer sollten sich dessen bewusst sein und entsprechende Vorkehrungen treffen. Entgegen vieler Vorurteile sind cloudbasierte ERP-Systeme dabei eine gute Wahl. Denn im Vergleich zu unternehmensinternen Lösungen müssen Dienstleister Updates und Security-Richtlinien oder Back-Ups zwingend einhalten. Dadurch sind Unternehmen gut gerüstet. Gleichzeitig profitieren sie von einer höheren Flexibilität bei den Unternehmensprozessen. Exact hat mit T-Systems einen renommierten Partner im Bereich Rechenzentrumsbetrieb zur Datenspeicherung deutscher Kunden. Zudem betreibt das Unternehmen großen Aufwand, um die Absicherung gegen Hackerangriffe kontinuierlich zu verbessern. So hat Exact Software beispielsweise bereits im vergangenen Jahr eine 2-Stufen-Authentifizierung eingeführt, durch die Nutzer ihren Software-Zugang zusätzlich absichern können.


Das Interview zu ERP 2018 wurde schriftlich mit Mathias Reinecke, Senior Product Marketing Manager Cloud Solutions bei Exact Software Germany GmbH, geführt.