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ERP-Interview mit Scopevisio: digitale Assistenten und künstliche Intelligenz (KI)

 

Frage 2: War Microsoft ® mit Karl Klammer seiner Zeit voraus? Woran ist die damalige Implementierung aus Ihrer Sicht gescheitert?

Dr. Jörg Haas: Karl Klammer wurde von den Anwendern nicht akzeptiert, weil er ihnen wenig Nutzen brachte. Er tauchte auf, wenn er gar nicht gefragt war und konnte oftmals bei konkreten Problemstellungen nicht wirklich helfen. Das hatte sicher unterschiedliche Ursachen – eine wesentliche war jedoch, dass Karl Klammer kein lernendes System war. Er konnte sich nicht auf den einzelnen Nutzer und seine Anforderungen einstellen, keine Regelmäßigkeiten erkennen und logische Schlüsse ziehen. Ihm fehlte das Quentchen ‚künstliche Intelligenz‘. Das ist bei den heutigen Assistenzsystemen anders.


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Frage 3: Welchen Nutzen sehen Sie in der Verwendung von künstlicher Intelligenz (KI) in kaufmännischer Software?

Dr. Jörg Haas: Heute hilft betriebliche Software meist dabei, abteilungsbezogene manuelle Prozesse zu vereinfachen. Wenn wir sie nun mit Verfahren der künstlichen Intelligenz ausstatten, können wir immer mehr dieser betrieblichen Abläufe automatisieren, vereinfachen und abteilungsübergreifend steuern. Das entlastet Mitarbeiter von immer wiederkehrenden Routineaufgaben, die oftmals sehr viel Zeit kosten. In der Buchhaltung sorgt KI zum Beispiel dafür, Rechnungen und Belege aller Art exakt und positionsgetreu zu erkennen, automatisiert zu kontieren, Zahlungen auszuziffern, Anomalien wie Preisabweichungen einzelner Artikel zu erkennen und Routinerechnungen und Belege automatisiert zu verbuchen. Zudem kommt KI zum Einsatz, um durch verbale Fragen und Antworten die Bedienung von Software komfortabler und schneller zu machen und um den Recherche- und Arbeitsaufwand zu minimieren. Ein Beispiel: Mit unserem digitalen Assistenten „Scoper“ können Scopevisio-Nutzer Informationen, etwa zum Forecast, Leadgenerierung oder Umsatz, leicht und ohne Tasteneingabe abrufen. Der Scoper kann aber noch mehr: Er ist ein digitaler Assistent, der über unterschiedliche Kanäle, also zum Beispiel per Mail, im Chat, in Nachrichtendiensten wie Slack, Jammer, MS Teams oder in Scopevisio selbst über wichtige Ereignisse informiert. Das können je nach Aufgabenbereich Benachrichtigungen zu Kunden, Abschlüssen, Ergebnissen, Freigaben oder Geburtstagen wichtiger Kunden sein. Er gibt aber auch proaktiv Hinweise auf fehlende Aktivitäten, zum Beispiel anstehende Fristwahrungen. Anhand von Einstellungen und dem Nutzerverhalten lernt der persönliche Scoper, was für den jeweiligen Anwender wichtig ist.

Scopevisio Software
Scopevisio Software

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Frage 4: Welche Rolle spielt Big Data in Bezug auf Assistenz-Systeme und KI?

Dr. Jörg Haas: Durch ihre Rechenleistung können künstlich intelligente Systeme aus großen Mengen an strukturierten und unstrukturierten Daten – also Big Data – Muster aufdecken, Zusammenhänge erkennen und logische Schlüsse ziehen. Das könnte ein Mensch bei sehr großen Datenmengen so kaum leisten. Von daher kann KI erst dann ihre Wirkung richtig entfalten, wenn große Datenmengen vorhanden sind. Die Grundvoraussetzung dafür ist, dass geschlossene Systeme geöffnet und Daten-Silos abgeschafft werden. Scopevisio hat dazu mit seinem offenen und integrierten Plattformkonzept in der Cloud die Grundlage geschaffen. Damit lassen sich verschiedene interne betriebliche Bereiche wie Marketing, Vertrieb, Finanzen und Controlling sowie zentrale Geschäftsprozesse wie Vertriebssteuerung, Projektmanagement, Abrechnung, Buchhaltung und Dokumentenmanagement in einer zentralen Lösung integrieren. Da Scopevisio ein offenes System ist, erlaubt es zudem den medienbruchfreien Datenaustausch mit Drittanwendungen und deren Integration, etwa mit DATEV, Microsoft, Creditreform.


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Frage 5: Wird es irgendwann noch Menschen geben, die eine kaufmännische Software benutzen, oder kommunizieren Kunden künftig direkt mit dem System und das Programm handelt autonom?

Dr. Jörg Haas: Es wird nach wie vor Menschen geben, die eine kaufmännische Software bedienen. Allerdings wird künstliche Intelligenz die Mitarbeiter von Routineaufgaben befreien. Ein Steuerberater zum Beispiel wird weniger klassische Buchhaltung machen, dafür aber mehr Analyse und Strategieberatung. Dort, wo ein menschliches Eingreifen nicht mehr nötig ist, weil Systeme direkt angesprochen werden können, wird menschliches Eingreifen auch nicht mehr vorkommen. Das ist ein wesentliches Gesetz der digitalen Transformation: Alles, was digitalisiert und automatisiert werden kann, wird es auch werden. Die enorme Rechenleistung künstlich intelligenter Systeme wird menschliche Intelligenz dabei nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen. Ein Algorithmus kann zwar lernen und die richtigen Antworten geben oder Aktionen ausführen. Er versteht jedoch den Sinn bzw. die Bedeutung dahinter nicht. Also ist ein Programm nicht wirklich intelligent im menschlichen Sinne, sondern erscheint nur als intelligent. Und ihm fehlt eine wichtige Komponente: Empathie. Trotzdem werden künstlich-intelligente Systeme uns in ganz vielen Bereichen assistieren.


Das Interview wurde schriftlich mit Dr. Jörg Haas, Gründer und visionärer Kopf von Scopevisio AG geführt. Über Dr. Jörg Haas:

Dr. Jörg Haas ist Gründer und visionärer Kopf der Scopevisio AG
Dr. Jörg Haas ist Gründer und visionärer Kopf der Scopevisio AG

Dr. Jörg Haas ist Gründer und visionärer Kopf der Scopevisio AG. Mit Scopevisio setzt Haas seine Vision von „Dienstleistung 4.0“ um. Die Erfolgsgeschichte des promovierten Wirtschaftsinformatikers als Unternehmer begann bereits 1990 mit der Gründung des Technologieunternehmens GWI AG. Im Vorstand führte Haas die GWI AG bis zu ihrem Verkauf zu einem der bedeutendsten Softwareunternehmen im Gesundheitswesen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich. Seit seinem Studium beschäftigt er sich mit künstlich intelligenten Systemen und deren praktischem Einsatz.

Das Bildmaterial wurde von Scopevisio AG zur Verfügung gestellt.

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So kann Sie Unternehmenssoftware erfolgreicher machen:

Was ist Unternehmenssoftware?

Unternehmenssoftware ist eine Sammlung von Anwendungen und Tools, die speziell entwickelt wurden, um Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten. Sie deckt eine Vielzahl von Funktionen ab, darunter Buchhaltung, Personalwesen, Kundenbeziehungsmanagement (CRM), Lieferkettenmanagement und Enterprise Resource Planning (ERP). Diese Softwarelösungen unterstützen Unternehmen dabei, ihre Abläufe zu automatisieren, Daten effizient zu verwalten und die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen zu verbessern. Durch den Einsatz von Unternehmenssoftware können Unternehmen fundierte Entscheidungen treffen, indem sie Echtzeitdaten und Analysen nutzen. Darüber hinaus ermöglicht sie die Skalierung von Geschäftsaktivitäten, die Reduzierung von Kosten und die Verbesserung der Kundenzufriedenheit, was letztendlich zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beiträgt.

Wie kann Unternehmenssoftware ein Unternehmen digital erfolgreicher machen?

Unternehmenssoftware kann Unternehmen digital erfolgreicher machen, indem sie Geschäftsprozesse automatisiert und optimiert, wodurch Effizienz und Produktivität steigen. Sie ermöglicht die Integration verschiedener Abteilungen und fördert eine nahtlose Zusammenarbeit, indem sie Echtzeitdaten bereitstellt. Durch präzise Datenanalysen können Unternehmen fundierte Entscheidungen treffen und Markttrends schneller erkennen. Unternehmenssoftware verbessert zudem die Kundenbeziehungen durch effektives Kundenbeziehungsmanagement (CRM), was zu gesteigerter Kundenzufriedenheit und -bindung führt. Die Automatisierung von Routineaufgaben reduziert menschliche Fehler und spart Zeit und Ressourcen. Darüber hinaus unterstützt sie Unternehmen dabei, flexibel auf Veränderungen zu reagieren und ihre digitale Transformation voranzutreiben, um im Wettbewerbsumfeld erfolgreich zu bleiben.

Wichtige Schlagworte im Kontext von Unternehmenssoftware:

Digitalisierung

Der Prozess, bei dem analoge Geschäftsprozesse in gute und sinvolle digitale umgewandelt werden, um Effizienz und Produktivität zu steigern.

Integration

Die Verbindung verschiedener Softwarelösungen und Systeme, um einen reibungslosen Informationsfluss und eine einheitliche Datenbasis im Unternehmen zu gewährleisten.

Automatisierung

Der Einsatz von Software zur Durchführung wiederkehrender Aufgaben ohne menschliches Eingreifen, um Fehler zu reduzieren und Ressourcen zu sparen.

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So kann Sie künstliche Intelligenz erfolgreicher machen:

Was ist künstliche Intelligenz?

Im Kontext von Unternehmenssoftware bezieht sich künstliche Intelligenz (KI) auf Technologien, die Geschäftsprozesse automatisieren und optimieren, indem sie menschenähnliche Intelligenz auf spezifische Aufgaben anwenden. KI-gestützte Software kann große Datenmengen analysieren, Muster erkennen und Vorhersagen treffen, um fundierte Entscheidungen zu ermöglichen. Anwendungen umfassen Chatbots für den Kundenservice, die Automatisierung von Routineaufgaben, personalisierte Marketingstrategien und vorausschauende Wartung. KI verbessert die Effizienz und Genauigkeit, reduziert Kosten und steigert die Produktivität. Durch die Integration von KI in Unternehmenssoftware können Unternehmen Wettbewerbsvorteile erlangen, da sie schneller und agiler auf Marktveränderungen reagieren können, während sie gleichzeitig die Kundenerfahrung verbessern.

Wie kann künstliche Intelligenz ein Unternehmen digital erfolgreicher machen?

Künstliche Intelligenz (KI) kann ein Unternehmen digital erfolgreicher machen, indem sie Prozesse automatisiert, Entscheidungsfindung verbessert und Effizienz steigert. KI-gestützte Analysen bieten tiefe Einblicke in Daten, ermöglichen präzisere Vorhersagen und helfen, Geschäftsstrategien zu optimieren. Durch Automatisierung können Routineaufgaben effizienter erledigt werden, was Kosten senkt und menschliche Ressourcen für strategische Aufgaben freisetzt. KI verbessert auch die Kundenerfahrung durch personalisierte Empfehlungen und schnelle Reaktionen auf Anfragen. In der Produktion optimiert KI die Lieferkette und verringert Ausfallzeiten durch vorausschauende Wartung. Insgesamt fördert KI Innovation, Agilität und Wettbewerbsfähigkeit, indem sie Unternehmen befähigt, schneller und intelligenter auf Marktveränderungen zu reagieren.

Wichtige Schlagworte im Kontext von künstliche Intelligenz:

Automatisierung

Der Einsatz von KI, um wiederkehrende Aufgaben in Unternehmensprozessen zu automatisieren, wodurch Effizienz gesteigert und menschliche Ressourcen für strategische Aufgaben freigesetzt werden.

Predictive Analytics

Die Verwendung von KI-Techniken, um aus Daten Vorhersagen über zukünftige Ereignisse oder Trends zu treffen, die Unternehmen helfen, bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen.

Chatbots

KI-gesteuerte Programme, die in Unternehmenssoftware integriert sind, um Kundenanfragen automatisiert zu beantworten, den Kundenservice zu verbessern und die Benutzererfahrung zu optimieren.

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DAS EAS-MAG-Glossar für den Beitrag:

ERP-Interview mit Scopevisio: digitale Assistenten und künstliche Intelligenz (KI)

EAS-MAG-Glossar:

Big Data

Big Data bezeichnet riesige, komplexe Datenmengen, die mit traditionellen Methoden schwer zu verarbeiten sind. Unternehmen nutzen Big Data, um Kundenverhalten zu analysieren, Geschäftsprozesse zu optimieren und fundierte Entscheidungen zu treffen. Durch die Analyse und Verarbeitung solcher Daten können wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden. Typische Tools für Big Data umfassen Datenmanagement, maschinelles Lernen und Echtzeit-Analysen. Die Fähigkeit, große Datenmengen effizient zu verarbeiten, verschafft Unternehmen Wettbewerbsvorteile durch personalisierte Angebote, vorausschauende Wartung und verbesserte Geschäftsstrategien.

Cloud

Cloud bezeichnet die Bereitstellung von Software, Diensten und Daten über das Internet statt lokal auf firmeneigenen Servern. Unternehmen nutzen Cloud-basierte Lösungen, um Flexibilität, Skalierbarkeit und Kosteneffizienz zu erhöhen. Anwendungen, wie CRM, ERP oder Buchhaltung, werden über die Cloud gehostet und ermöglichen Mitarbeitern den Zugriff von überall. Die Cloud reduziert die Notwendigkeit für teure IT-Infrastruktur und Wartung, da Anbieter für Sicherheit, Updates und Verfügbarkeit sorgen. Typische Cloud-Modelle umfassen SaaS (Software as a Service), PaaS (Platform as a Service) und IaaS (Infrastructure as a Service).

KI - Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet die Fähigkeit von Computern und Maschinen, Aufgaben zu übernehmen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. Dazu gehören Lernen, Problemlösung, Mustererkennung und Entscheidungsfindung. KI-Systeme nutzen Algorithmen und Daten, um eigenständig zu lernen und sich zu verbessern. Beispiele sind maschinelles Lernen, neuronale Netze und natürliche Sprachverarbeitung. KI findet Anwendung in vielen Bereichen, darunter autonome Fahrzeuge, Spracherkennung, personalisierte Empfehlungen und medizinische Diagnosen. Sie bietet das Potenzial, Effizienz und Innovation zu steigern, bringt jedoch auch ethische Herausforderungen und Diskussionen über Datenschutz und Arbeitsplatzveränderungen mit sich. KI verändert die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten.

Unternehmenssoftware

Unternehmenssoftware ist eine spezialisierte Software, die Unternehmen bei der Optimierung und Automatisierung ihrer Geschäftsprozesse unterstützt. Zu den gängigen Anwendungen gehören Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM), und Human Resource Management Systems (HRMS). Diese Softwarelösungen integrieren verschiedene Geschäftsbereiche wie Buchhaltung, Vertrieb und Personalwesen, um Effizienz und Produktivität zu steigern. Unternehmenssoftware ermöglicht die zentrale Verwaltung von Daten, fördert die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen und bietet Echtzeitdaten für fundierte Entscheidungsfindungen. Sie reduziert manuelle Arbeitsaufwände, minimiert Fehler und spielt eine zentrale Rolle in der digitalen Transformation von Unternehmen, erfordert jedoch eine sorgfältige Implementierung und Schulung.

 
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