ERP-Interview mit GUS: ERP security

Dirk Bingler hat der ERP-News-Redaktion unter Leitung von Matthias Weber ein Interview zum Thema ERP security gegeben. Das Interview liefert spannende Einblicke in die Sicherheit von ERP-Systemen. Klar wird in dem Interview: IT-Sicherheit muss auch die Unternehmenssoftware berücksichtigen. Dabei ist das Betriebsmodell (Private Cloud, Public Cloud, …) nicht besser oder schlechter.  Vielmehr sollte man die gleichen hohen Sicherheitsstandards anwenden wie etwa bei großen E-Commerce-Webseiten.

Die GUS Group stellt mit der GUS-OS Suite eine ERP-Unternehmenslösung für die Prozessindustrie (Pharma, Medizintechnik, Chemie, Kosmetik, Food) sowie für die Logistik bereit. Weltweit arbeiten über 200 Mitarbeiter für die GUS Group, davon über 160 bei der GUS Deutschland GmbH an den Standorten Köln, Hamburg und München. Über Gesellschaften in der Schweiz und in Dänemark ist die GUS Group als Prozessspezialist in ganz Zentraleuropa vertreten.

Auf unsere 5 Fragen zum Thema ERP security gibt uns Dirk Bingler, Sprecher der Geschäftsführung der GUS Deutschland GmbH, Antworten.

5 Fragen an GUS zum Thema ERP security

Frage 1: Welche Schäden können Hacker in ERP-Systemen anrichten?

Ein wesentlicher Punkt ist die Manipulation von Daten. Je nachdem, um welche Branche es sich handelt, können solche Angriffe im schlimmsten Fall eine Gefahr für Leib und Leben werden – zum Beispiel wenn bei einem Pharmahersteller die Wirkstoffmengen für ein Medikament verändert werden. Ebenfalls ein beliebtes Ziel von Hackern sind sensible Unternehmensinformationen, wie Einkaufkonditionen, Rezepturen oder Patente. Geraten diese in falsche Hände, hat das für ein Unternehmen häufig erhebliche wirtschaftliche Folgen. Dasselbe gilt für Störungen oder Unterbrechungen des Produktionsbetriebs. Interessant dabei ist, dass laut einer Studie des deutschen Verfassungsschutzes mehr als 30 Prozent der öffentlich gewordenen Angriffe durch Innentäter ausgelöst wurden, die Dunkelziffer liegt sogar noch wesentlich höher. Die Gründe für solche internen Angriffe sind vielschichtig: Sie reichen von Enttäuschung, Frust am Arbeitsplatz und privaten Problemen bis hin zur einfachen Unkenntnis über sensible Schwachstellen in Arbeitsabläufen.

Weiter zu Frage 2: Welche Angriffspunkte bietet eine ERP-Software überhaupt aus Ihrer Sicht?

Matthias Weber

Matthias Weber ist ERP-Experte mit langjähriger Berufserfahrung. Seit über 14 Jahren bin ich in der ERP-Branche tätig und betreue ERP-Projekt von Anfang an. Marketing, Vertrieb, Beratung & Consulting und Software-Entwicklung von kaufmännischer Software gehört zu meinem Tagesgeschäft - ich spreche aus Erfahrung. Sie erreichen mich unter matthias.weber[[at]]erp-hero.de oder können weitere Beiträge von mir auf Computerwoche.de lesen.