ERP-Interview mit Zucchetti zum Thema: ERP 2017

Die ERP-News-Redaktion unter der Leitung von Matthias Weber stellt 5 Fragen an ERP-Hersteller zum Thema „ERP 2017„. In diesem Beitrag liefert uns das italienische Unternehmen Zucchetti aus Lodi spannende Einblicke für die Zukunft von ERP.

Auf unsere 5 Fragen zum Thema ERP 2017 gibt uns Enrico Itri, Gründer und CEO des Softwareunternehmens Microarea Antworten.

5 Fragen an Zucchetti zum Thema ERP 2017

 

Frage 1: Warum sollte man 2017 Ihre ERP-Lösung einsetzen?

Enrico Itri: Das Managementsystem „Mago4“ ist eine für alle Aufgaben auf einen Klick abrufbare Lösung für Verwaltung, Finanzen und Buchhaltung, Lieferung, Fertigung, Inventur, Lager und Logistik. Sie zeichnet sich durch Flexibilität, Skalierbarkeit und größtmögliche individuelle Anpassbarkeit an unternehmerische Anforderungen aus. Von der Designphase an wurde die Lösung im Hinblick auf den internationalen Einsatz konzipiert und entwickelt.

Die Pluspunkte der Lösung:

  • 12 Sprachen
    Anwender mit unterschiedlichen Sprachen können dieselbe Schnittstelle nutzen, auch im selben Unternehmensnetzwerk. Maximale Entscheidungsfreiheit: Die Wörterbücher von Mago4 sind frei installierbar und für jeden Benutzer individuell einstellbar.
  • Mehrsprachenfähige Bearbeitung
    Dokumente mit ausländischen Kollegen teilen und gemeinsam nutzen: Daten werden in mehreren Sprachen verwaltet. Dokumente wie Bestellungen oder Rechnungen können in jeder Sprache generiert werden.
  • Mehrwährungsfähigkeit
    Unkomplizierte Handhabung verschiedener Währungen: Mago4 ermöglicht die Verwaltung von Beträgen und Konten in verschiedenen Währungen. Die Lösung ist auf dem neuesten Stand bei lokalen Steuergesetzen und steuerlichen Regelungen verschiedener EU- und Nicht-EU-Länder. Mittels SEPA-XML-Datei werden Zahlungen an Lieferanten (innerhalb der Europäischen Union) im gesamten europäischen Bankensystem getätigt.
  • International einsetzbar Die Lokalisierung des ausgewählten Landes wird unmittelbar bei der Installation von Mago4 aktiviert. Unternehmen mit mehreren Niederlassungen in unterschiedlichen Ländern können die gleiche Umgebung nutzen.
  • Verbessert Logistik, Supply Chain Management und Fertigungsprozesse
    Das Warehouse Management System von Mago4 verwaltet Belege, Warenein- und -ausgänge sowie Lagerung und plant den Lagerbestand. Es ist perfekt in die anderen ERP-Module integriert, so dass der Anwender in allen Dokumenten navigieren und die Informationsflüsse vollständig nachvollziehen kann.
  • RFID Terminals
    Wichtiger Bestandteil des Mago4 Supply Chain Managements ist ein integriertes elektronisches Rechnungssystem (B2C und B2B), das Rechnungen und Dokumente für verschiedene Länder verwaltet. Darüber hinaus administriert die Lösung den gesamten Fertigungsprozess mit vielen Planungssystemen wie dem Kanban-System, mit dem Ziel, Kosten zu senken und Fehler im Produktionsablauf zu eliminieren. Auch die Einbindung von RFID-Terminals ist möglich.

Frage 2: Wird 2017 Industrie 4.0 und IoT für Ihr Unternehmen und Ihre ERP-Lösung ein Thema sein?

Enrico Itri: Wir sind davon überzeugt, dass Industrie 4.0 und IoT große Chancen bieten. Zucchetti hat sich auf die Entwicklung von M2M- und IoT-Projekten spezialisiert. Wir integrieren Wireless-Web-Systeme und Remote Control in den Bereichen Automotive (Flottenmanagement, GPS-Tracking-Service und Telematik). Die Daten werden in das ERP-System Mago4 integriert, um Verwaltungs- und Abrechnungsprozesse zu automatisieren. Elektronische Abrechnungssysteme sind ein Schlüsselfaktor für die Beschleunigung der Digitalisierung von B2B-Prozessen. In unsere Lösung sind diese standardmäßig integriert, um die Buchhaltung für die Nutzer zu vereinfachen. ERP-Software mit dieser Ausrichtung bietet große Vorteile auch für kleine und mittlere Unternehmen.


Frage 3: Wird man 2017 noch ERP-Lizenzen kaufen oder nur noch Abos abschließen?

Enrico Itri: Mago4 ist sowohl als Cloud- als auch als On-Premise-Lösung verfügbar. Gemäß unserer Zucchetti-Kultur steht es unseren Kunden frei, die passende Lösung für ihre spezifischen Bedürfnisse zu wählen. Der Trend geht allerdings in Richtung Cloud-Modell und dieser Anteil wächst tatsächlich, aber es gibt immer noch viele Kunden, die es vorziehen, ERP-Software in ihrer eigenen Zentrale zu installieren. In unserem Cloud-Modell wird die Software im Zucchetti Data Center installiert und über Web 24/7 genutzt. Das hat viele Vorteile: Höchste Datensicherheit, Kosten für die Wartung der IT-Infrastruktur im Service enthalten, technische Unterstützung und Software-Aktualisierung in Echtzeit.


Frage 4: Kommt 2017 nach MobileCRM nun MobileERP?

Enrico Itri: Heutzutage müssen ERPs mobile Lösungen sein, denn Web-Technologien haben die Art und Weise verändert, wie wir arbeiten: Daten müssen den Benutzern jederzeit und überall zur Verfügung stehen. In Mago4 gibt es beispielsweise die Funktion „Manufacturing Mobile“. Diese macht die Vorteile von WiFi in der Fertigungskette nutzbar: Sie können Fertigungsaufträge mit einem mobilen Gerät erteilen und die Produktion damit steuern. Sie können zweite Wahlartikel oder ein Abfallprodukt bestätigen, Artikelvarianten verwenden, bestehende Lagerposten laden oder neu erstellen und Informationen über den Prozess eingeben. Mit dem Kanban-Bestellverfahren für die Fertigung sind Sie sicher, dass Sie die für die Herstellung benötigten Kanban-Artikel haben. Produktions-Manager erhalten in Echtzeit alle benötigten Informationen. Manufacturing-Mobile-Funktionen können auch auf spezielle Anforderungen abgestimmt werden: Sie können die Fertigungsaufträge auswählen, entscheiden, welche Daten im Formular angezeigt werden, ob Sie bearbeitbar oder schreibgeschützt sind und ob sie obligatorisch oder optional sind.


Frage 5: Was wird 2017 die wichtigste ERP-Funktion (in Ihrem Produkt) sein?

Enrico Itri: Diverse neue Funktionen werden unsere ERP-Lösung im Jahr 2017 erweitern, eine der wichtigsten ist die BPM-Integration. Wir arbeiten eng mit einem Unternehmen der Zucchetti Gruppe zusammen, das Lösungen im Business Process Management (BPM) entwickelt und diese Funktionen in unsere Produkte integriert. Wir stellen alle Vorgänge und Termine aus den ERP- und DMS-Modulen in das BPM, so dass es möglich sein wird, die Prozessabläufe eines Unternehmens auf sehr flexible Art und Weise abzubilden. Dies, verbunden mit der Fähigkeit von BPM, externe Anwendungen zu integrieren, wie z.B. Datenbanken, E-Mail-Systeme usw., wird unseren Anwendern und Partnern hervorragende Möglichkeiten geben, Unternehmensaktivitäten zu verbessern und zu automatisieren.

Wir arbeiten außerdem an vordefinierten Prozessdefinitionen, so dass man Prozesse „out of the box“ und vorkonfiguriert verwenden kann, um zu einer maßgeschneiderten Lösung zu kommen.


Das Interview wurde schriftlich mit Enrico Itri, Gründer und CEO des Softwareunternehmens Microarea geführt. Über Enrico Itri:

Enrico, Gründer und CEO des Softwareunternehmens Microarea
Enrico, Gründer und CEO des Softwareunternehmens Microarea

Enrico Itri ist Gründer und CEO des Softwareunternehmens Microarea, das seit 1984 die ERP-Lösung Mago und das Programmiertool Taskbuilder entwickelt. Seit dem Jahr 2011 gehört Microarea zur Zucchetti Gruppe mit Enrico Itri als Mitglied des Zucchetti-Vorstandes, wo er als Leiter der Zucchetti Worldwide Business Unit die Entwicklung internationaler Marktchancen vorantreibt.

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Matthias Weber

Matthias Weber ist ERP-Experte mit langjähriger Berufserfahrung. Seit über 14 Jahren bin ich in der ERP-Branche tätig und betreue ERP-Projekt von Anfang an. Marketing, Vertrieb, Beratung & Consulting und Software-Entwicklung von kaufmännischer Software gehört zu meinem Tagesgeschäft - ich spreche aus Erfahrung. Sie erreichen mich unter matthias.weber[[at]]erp-hero.de oder können weitere Beiträge von mir auf Computerwoche.de lesen.