Das mobile Büro – Fluch und Segen für Unternehmen

Auch außerhalb des Büros Zugriff auf betriebliche Daten und Anwendungen zu haben und seine Auskunfts- und Handlungsfähigkeit auch unterwegs zu erhalten, ist für viele Arbeitnehmer eine zentrale Anforderung, um dem eigenen Verantwortungsbereich und den Team-Belangen gleichermaßen gerecht werden zu können – doch Datensicherheit darf dabei nicht untergehen.

Das mobile Büro – Fluch und Segen für Unternehmen

Viele Unternehmen billigen den mobilen Datenzugriff auch ohne dedizierte Mobil-Strategie – zugunsten der Mitarbeiterproduktivität, jedoch zulasten der Datensicherheit. Welche Risiken dies für Arbeitgeber und auch Arbeitnehmer mit sich bringt und warum eine Enterprise-Mobility-Strategie künftig unverzichtbar ist, erläutert Hans-Jürgen Fockel, Geschäftsführer des IT-Systemhauses LANOS aus Schloß Holte-Stukenbrock.

Die Hälfte aller Arbeitnehmer nutzt zur Ausübung ihres Jobs regelmäßig ein Notebook oder Smartphone – für E-Mails, den Dateiaustausch, die Messenger-Kommunikation oder Web-Interfaces von Unternehmensanwendungen. Doch nur ein Fünftel der Arbeitnehmer wird von ihrem Arbeitgeber mit einem Mobilgerät ausgestattet – zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Deloitte Befragung unter 2.000 deutschen Arbeitnehmern im Rahmen der Studie „Mobile Readiness for Work 2019“. Die übrigen 30% der Mobilgerät-Anwender nutzen das eigene, private Mobilgerät für den externen Zugriff auf betriebliche Daten und Anwendungen.

Einerseits ist diese Entwicklung erfreulich, da nahezu jeder Arbeitnehmer heute über mindestens ein privates Mobilgerät verfügt und diese bisweilen sogar eine bessere Ausstattung mitbringen, als das, was der Arbeitgeber an mobilem Equipment willens oder in der Lage ist bereitzustellen. Andererseits geht mit dem zunehmenden Einsatz von Mobilgeräten aber auch eine große Gefahr für die Datensicherheit einher.

Hans-Jürgen Fockel sagt:

„Smartphones werden heute häufiger für Apps und Internet genutzt als zum Telefonieren. Kritisch dabei ist jedoch, dass viele Nutzer ihr Smartphone nicht als mobilen Computer wahrnehmen, wenn es um Betriebsrisiken oder notwendige Schutzmaßnahmen geht. Das fehlende Risikobewusstsein äußert sich auch darin, dass nur etwa jeder dritte Smartphone-Nutzer über Anti-Malware-Schutz verfügt, wohingegen sich rund 85% der Desktop-Nutzer aktiv vor Bedrohungen schützen.“

weiter zu Seite 2. BYOD: Schatten-IT wirft Schatten voraus

Empfehlen Sie den Beitrag weiter ...

Schreibe einen Kommentar