Gastbeitrag

Was ist eine Rezession?

Veröffentlicht am 07.11.2022

Hohe Inflation, Lieferengpässe und steigende Energiekosten: Die aktuelle Lage ist alles andere als einfach für die Wirtschaft. Immer häufiger ist auch zu lesen, dass die Gefahr einer Rezession zunehmend steigt und Deutschland bald in eine solche rutschen könnte. Die Bundesregierung schätzt, dass die Wirtschaft im kommenden Jahr 2023 um 0,4 Prozent schrumpfen wird. Doch was genau ist eigentlich eine Rezession und welche Gefahren gehen von ihr aus?

Was ist eine Rezession?

Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Rückgang. Generell sprechen Experten bei einer Volkswirtschaft von einer Rezession, wenn Wirtschaftsleistung nicht mehr wächst oder stagniert, sondern schrumpft. Typische Merkmale für einen solchen wirtschaftlichen Abschwung sind sinkenden Nachfragen, Entlassungen, Rückgang von Investitionen, fallende Börsenkurse oder Stilllegungen von Produktionsanlagen.

Wann konkret eine Rezession vorliegt, ist dabei auch immer etwas Definitionssache. Ein häufig genutzter Indikator ist die Wirtschaftsleistung beziehungsweise das Bruttoinlandsprodukt. Schrumpft dieses innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Quartalen, dann ist dies ein starker Indikator für eine Rezession. Viele Wirtschaftsforscher finden diesen Ansatz jedoch zu einfach. Sie nutzen das sogenannte Produktionspotenzial als Basis. Dabei wird geschaut, ob die Volkswirtschaft aktuell weniger produziert, als sie eigentlich könnte. Ist auch dies in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen der Fall, liegt eine Rezession vor.

Die Ursachen

Warum es zu einer Rezession kommt, kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Manchmal kann es beispielsweise in einem einzelnen Wirtschaftsbereich zu einer kritischen Lage kommen, was sich dann in einem Dominoeffekt auf die gesamte Wirtschaft auswirkt. Auch ein plötzlicher Preisschock wie beispielsweise ein massiv hoher Ölpreis kann ein Auslöser sein.

Eine weitere Theorie sieht falsches Verhalten während einer wirtschaftlichen Hochphase als potenziellen Grund. So können Überinvestitionen dazu führen, dass zu viele Produktionskapazitäten gebaut werden. In der Folge kommt es zu einer Überproduktion, für die die Nachfrage nicht vorhanden ist und die Unternehmen müssen daraufhin die Kapazitäten wieder abbauen.

Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr über die Dauer eine Rezession und die drohende Gefahr einer Depression …