Redaktionsbeitrag

Qual der Wahl: Wie Unternehmen im B2B-Kontext das passende Shopsystem finden

Veröffentlicht am 14.03.2022

Egal ob im Endkundengeschäft oder im B2B-Bereich – Onlinehandel erlebt aktuell, nicht zuletzt aufgrund der Covid-19-Pandemie, einen noch nie da gewesenen Boom. Automatisierte Warenbestellungen, Verfügbarkeitsprüfungen, transparente und klar strukturierte Preisgestaltungen sowie praktische Suchfunktionen wissen zu überzeugen – ebenjene Möglichkeiten möchten Mitarbeiter im Einkauf nicht missen. Neben vielfältigen Vorteilen für die Käuferseite bieten virtuelle Verkaufskanäle vor allem Distributoren die Chance, Zeit und Kosten zu sparen. Damit jedoch die hohen Anforderungen der Kunden vollumfänglich erfüllt werden können, gilt es ein Shopsystem zu integrieren, das einen optimalen Fit mit der Unternehmens-DNS sowie den internen und externen Ansprüchen bietet.

Der erste Eindruck zählt!

Auf der Suche nach benötigten Waren oder Dienstleistungen kämpfen sich unzählige Unternehmen tagtäglich durch schier unendlich wirkende Onlineshop-Irrgärten. Wer herausstechen möchte, muss sowohl inhaltlich als auch technisch innerhalb kürzester Zeit überzeugen. Eine von ibi research an der Universität Regensburg im Jahr 2018 durchgeführte Studie zeigt, dass Einkäufer beim Umgang mit B2B-Shops besonders der Preisübersicht, Verfügbarkeit und erwarteten Lieferzeit eine hohe Relevanz zusprechen. Im Bereich des Funktionsumfangs stehen eine Suchfunktion sowie individuelle Preise im Fokus der Interessenten.

Schaffen es Anbieter hier, die Wünsche der potenziellen Abnehmer zu erfüllen, stehen die Chancen für einen Kaufabschluss gut. Doch Vorsicht: Auch wenn ein neuer Kunde dazugewonnen wurde, heißt es die Customer-Journey im Blick behalten. Ganz nach dem Motto „Nach dem Kauf ist vor dem Kauf“ spielt das Serviceerlebnis eine essenzielle Rolle in der Kundenbindung. Self-Services wie ein Kundenportal mit einsehbaren Rechnungen, Retourenaufträgen oder dem bestellten Inventar erhöhen nicht nur die Zufriedenheit, sondern tragen mit der entgegengebrachten Transparenz zur Vertrauensbildung bei. In vielen Fällen fehlen wichtige Profilfeatures, die den Unterschied zwischen B2C und B2B verdeutlichen.

Besonders im Geschäftskundensegment handelt es sich um professionelle und fachlich versierte Einkäufer, die im Geschäftsalltag effektiv und effizient arbeiten. Aufgrund dessen benötigt es beispielsweise eine „Schnellbestellfunktion“, die lediglich mit Eingabe einer Artikelnummer und der gewünschten Stückzahl eine Bestellung auslöst. Die Möglichkeit, alte Bestellungen zu durchsuchen oder zu wiederholen, stellt eine weitere nützliche Funktion dar.

Qual der Wahl: Wie Unternehmen im B2B-Kontext das passende Shopsystem finden

Eierlegende Wollmilchsau?

Bevor die Suche nach einem geeigneten Shopsystem starten kann, gilt es die vorherrschenden Anforderungen eindeutig zu definieren. Dabei spielen Faktoren wie die Größe, das Vertriebsgebiet, die gewünschte Ausstattung und vor allem das verfügbare Budget eine wichtige Rolle. Wie groß ist das Produktportfolio? Wie hoch ist der zu erwartende Traffic? Und lässt sich der Vertriebskanal bei Bedarf erweitern? Soll eine internationale Kundschaft angesprochen werden, muss eine Verträglichkeit mit verschiedenen Währungen und den landesspezifischen Gesetzen vorliegen?

Darüber hinaus gilt es zu definieren, welche Anbindungsmöglichkeiten gewährleistet werden müssen. Ist ein Multichannel-Vertrieb gewünscht? Gibt es die Option, externe Marktplätze wie Ebay, Amazon und Co. zu verbinden? Zu guter Letzt stellt das verfügbare Budget einen wichtigen Entscheidungsfaktor dar. Große Konzerne mit scheinbar unendlichen finanziellen Mitteln können bei der Wahl des richtigen Shopsystems auf eine kostspielige Individuallösung zurückgreifen. Kleine und mittelständische Unternehmen sollten auf günstigere Baukastensysteme zurückgreifen.

Anzeige: Whitepaper der DIGITAL-WEBER

Ähnlich, aber doch anders Um einen Überblick über mögliche Softwareanbieter erlangen und dementsprechend eine Entscheidung treffen zu können, heißt es erst einmal die grundlegenden Strukturen kennen. So besteht die Möglichkeit, ein Shopsystem als sogenanntes SaaS („Software as a Service“) aus einer Cloud zu mieten. Hierbei handelt es sich in vielen Fällen um ein monatlich oder jährlich zu bezahlendes Baukastensystem, bei dem sich der Funktionsumfang von Anbieter zu Anbieter unterscheidet. Verfügt die eigene IT-Abteilung über ein hohes Know-how im Bereich E-Commerce, kann das Unternehmen auf OpenSource-Systeme zurückgreifen.

Diese können, unter bestimmten Rahmenvoraussetzungen, individuell aufgebaut werden, stellen jedoch eine sehr arbeits- und zeitintensive Alternativen dar. Bei Bedarf lässt sich in den meisten Fällen ein kostenpflichtiger Support dazubuchen. Wer komplette Freiheiten bei der Gestaltung und Umsetzung haben möchte, greift auf maßgeschneiderte Exklusivlösungen zurück, die spezialisierte Agenturen nach den eigenen Wünschen realisieren. In jeden Fall lohnt sich die Zusammenarbeit mit passenden Partnern, die besonders im B2B-Bereich ihr Handwerk verstehen.