Quick-Check: Brauche ich einen Datenschutzbeauftragten?

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Frage 5: Werden personenbezogene Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung, der anonymisierten Übermittlung oder für Zwecke der Markt- und Meinungsforschung automatisiert verarbeitet?

(§ 4f Abs.1 Satz 6 BDSG / § 38 BDSG neu / Art. 37 DSGVO)

Ja, es liegt ein geschäftsmäßiger Zweck vor!

Nein, es liegt kein geschäftsmäßiger Zweck vor!

Erklärungen zu Frage 5

Geschäftsmäßigkeit

Geschäftsmäßiges Verarbeiten bedeutet grundsätzlich, dass die Verarbeitung auf eine Wiederholung und eine gewisse Dauer angelegt ist. Aber auch eine größere Anzahl von Fällen in kurzer Zeit, bei denen personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet oder genutzt wurden, ist ein deutliches Indiz dafür, dass Geschäftsmäßigkeit vorliegt. Je nach den Umständen kann auch schon ein einziger Fall ein ausreichendes Merkmal darstellen. Dies ist besonders zu bejahen, wenn durch Formulare oder geschaffene Datenverarbeitungsstrukturen organisatorische Vorkehrungen für die Abwicklung weiterer Vorgänge getroffen werden. Darüber hinaus ist es ohne Bedeutung, ob eine Erwerbsabsicht die Grundlage für eine geschäftsmäßige Tätigkeit darstellt, so dass auch beispielsweise der Informations- oder Auskunftsaustausch zwischen Vertragspartnern, der unentgeltlich erfolgt, ein geschäftsmäßiges Verarbeiten ist..

Beispiele für die geschäftsmäßige Verarbeitung sind der Adresshandel oder die Auskunftstätigkeit.

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Der Datenschutzbeauftragte

Hier schreibt Matthias Weber, Datenschutz-Experte der mwbsc GmbH in Zusammenarbeit mit den Content-Partner der ERP-Heroes zum Thema Datenschutz, DSGVO und BDSG.