F5 Networks: Das sind die IT-Trends 2019

Ralf Sydekum, Technical Manager DACH bei F5 Networks, stellt die wichtigsten Themen für das kommende Jahr vor

F5 Networks: Das sind die IT-Trends 2019

Ob Märkte, Technologien oder Kundenwünsche: Das Rad der Entwicklung dreht sich immer schneller. Für Unternehmen wird es daher immer wichtiger, aktuelle Trends zu kennen und in ihren Planungen zu berücksichtigen. Dazu eignet sich kaum ein Zeitpunkt so gut wie das Jahresende. Folgende Themen sollten sie unbedingt berücksichtigen, um 2019 wettbewerbsfähig, innovativ und erfolgreich zu bleiben.

Multi-Cloud

Mit einer umfassenden Multi-Cloud-Strategie weisen Unternehmen ihren Workloads die jeweils am besten geeignete Public Cloud zu. Die optimale Lösung hängt von den Anforderungen an Geschwindigkeit, Agilität und Sicherheit ab. Laut der kürzlich erschienenen Studie „Future of Multi-Cloud“ (FOMC) der Foresight Factory werden die Vorlaufkosten eine immer geringere Hürde darstellen, da Cloud-Anbieter überzeugende Use Cases ermöglichen. Dabei erhöhen Künstliche Intelligenz und Machine Learning den Automatisierungsgrad und erleichtern die Nutzung der Multi-Cloud.

Application Services

Durch moderne Anwendungsdienste bietet die IT-Abteilung eine gleichbleibende Servicequalität. Damit gewährleistet sie eine höhere Sicherheit, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit, auch wenn Anwendungen nicht über entsprechende integrierte Funktionen verfügen. Im kommenden Jahr benötigen Unternehmen Dienste, die den Anwendungen überallhin folgen. Denn ein Großteil der digitalisierten Applikationen wird über verschiedene Clouds bereitgestellt und von Entwicklerteams außerhalb der IT-Organisation aufgebaut.

App-Umgebungen

Laut dem „2018 Application Protect Report“ von F5 Labs haben 38 Prozent der Unternehmen weltweit „kein Vertrauen“, dass sie alle genutzten Anwendungen kennen. 60 Prozent der Befragten testen Webanwendungen nicht auf Schwachstellen, haben keinen Zeitplan für Tests oder sind sich nicht sicher, ob welche stattfinden. Doch eine umfassende Sicherheitsarchitektur – mit Technologien wie Bot-Schutz, Verschlüsselung auf Anwendungsebene, API-Sicherheit und Verhaltensanalyse – sind heute unerlässlich, um sich vor Angriffen zu schützen.

Millennials

Dass Millennials faul, illoyal und schwierig seien, ist offensichtlicher Unsinn. Insbesondere angesichts des Fachkräftemangels müssen Unternehmen aktiv junge Talente ansprechen und halten. Vorurteile oder die Ansicht, „dass früher alles besser gewesen sei“, helfen dabei nicht weiter. Es findet ein mörderischer Wettbewerb statt, um die Arbeitskräfte von morgen anzuwerben. Daher müssen Führungskräfte und HR-Verantwortliche bisherige Prozesse und Methoden überdenken und sie an die Erwartungen einer neuen Generation anpassen.

Thingbots

Die fünfte Ausgabe des Hunt for IoT Report von F5 Labs zeigt, dass IoT-Geräte inzwischen das wichtigste Angriffsziel von Cyberkriminellen sind. Doch es werden erst großangelegte Attacken nötig sein, die zu erheblichen Umsatzverlusten für Hersteller von IoT-Geräten und deren Firmenkunden führen, bevor robuste Sicherheitsmaßnahmen eingeführt werden. Unternehmen sollten schon heute Lösungen nutzen, die Thingbots schnell erkennen. Zudem sind entsprechende Abwehrmaßnahmen am Anwendungsperimeter ebenso wichtig wie moderne DDoS-Lösungen.

Super-NetOps

Netzwerk-, Sicherheits- und Entwicklungs-Teams arbeiten nach wie vor meist getrennt voneinander. Dies dürfte sich zunehmend ändern, da das Konzept der „Super-NetOps“-Profis an Fahrt gewinnt. Bereitstehende Trainingsprogramme bilden eine neue Generation von Vordenkern aus, die aktiv und kollaborativ eine schnelle, automatisierte Entwicklung und Bereitstellung von Anwendungen unterstützen. So werden Netzwerkprofis von den bisherigen Bearbeitern von Tickets zu integrierten Dienstleistern für ihre Unternehmen.

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