Experten-Meinung von Michael Krause, Geschäftsführer der TAP.DE Solutions, zum Ende der CEBIT

Michael Krause, Geschäftsführer der TAP.DE Solutions GmbH, gibt seine Expertenmeinung zum Ende der CEBIT

Die TAP.DE Unternehmensgruppe betreut mittelständische Unternehmen, Konzerne und öffentliche Einrichtungen bei der Entwicklung und Optimierung von Businesss Prozessen sowie dem nachhaltigen Betrieb von IT Arbeitsumgebungen. Die Spezialisten von TAP.DE entwickeln strategische Konzepte für die Bereiche Workplace Automatisierung, Endpoint Security, IT Service Management und Compliance. Praxistauglichkeit, Quickwins sowie die Verbesserung interner Abläufe und Services stehen stets im Vordergrund stehen.

TAP.DE ist Partner von Matrix42, Check Point, Microsoft, wandera, Protected Networks, Appvisory, Micro Focus, VMware und EgoSecure. Das Unternehmen betreut Kunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Benelux. In München, Frankfurt, Hamburg, Wien und Straubing hat die TAP.DE Unternehmensgruppe Niederlassungen.

Experten-Meinung von Michael Krause, Geschäftsführer der TAP.DE Solutions, zum Ende der CEBIT

Die CeBIT ist tot – es lebe die CeBIT

Es ist schade, dass wir in Zukunft auf die kompakte Präsentation technischer Neuerungen in Hannover verzichten müssen und auf das entspannte Networking auf den CeBIT-Partys. Es ist bedauerlich, dass eine Messe, die vor 32 Jahren zum ersten Mal veranstaltet wurde und sich innerhalb weniger Jahre zur internationalen Leitmesse für Informationstechnik und Telekommunikation entwickelt hat, jetzt so sang- und klanglos verschwindet. Werden wir die CeBIT vermissen und wenn ja, welche CeBIT – die aus den 90ern oder die der letzten Jahre?

Wenn ja, warum ist das so? Früher war der Mehrwert dieser Messe für alle klar erkennbar und wann immer man die Strapazen der CeBIT auf sich genommen hat, hat es sich gelohnt, denn man hat den Puls der Zeit gespürt und die IT-Trends von morgen kennengelernt. In meinen Augen wäre es richtig gewesen, diese Qualität weiter zu pflegen, statt auf Quantität zu setzen und den Versuch zu wagen, zum Hipster der Branche zu werden. Leider ging es in den letzten Jahren weniger um Inhalte, als um Marketing: Mehr Content und weniger Streetfood hätte die CeBIT vielleicht retten können. So aber stand das Investment von Zeit und Geld nicht mehr im Verhältnis zum Nutzen – geschweige, dass man Abschlüsse hätte machen können.

Und nun? Auch wenn IT-Entscheider immer weniger Zeit haben, müssen sie sich auch in Zukunft so weitreichend und objektiv wie möglich informieren, um sich einen guten Überblick über die Gesamtsituation machen zu können – ganz ohne die Manipulationen durch Suchmaschinen und Algorithmen. Die Notwendigkeit einer IT-Fachmesse ist definitiv auch heute noch vorhanden. Aber vielleicht sollte man über eine hybride Variante nachdenken, ein komplett neues Format oder sogar eine Aufteilung in eine Messe im Süden und Norden des Landes, um die Ausfall- und Reisezeiten zu reduzieren.

32 Jahre nach ihrer Gründung wird die wichtigste deutsche Digitalmesse beerdigt. Ich aber glaube ganz fest an eine Wiederauferstehung – denn Menschen müssen Menschen treffen, damit Vertrauen entsteht und sich ein Business entwickeln kann. Das galt früher und ist auch heute noch so!


Autor: Michael Krause, Geschäftsführer der TAP.DE Solutions GmbH

Michael Krause, Geschäftsführer der TAP.DE Solutions GmbH