ERP 2018, ein Rückblick in die Interviews – Fokus: Vernetzte Unternehmenssoftware (IoT, API, Industrie 4.0)

Der Blick in die Glaskugel ist für eine Wahrsagerin ein festes Ritual. Ähnlich ist es mit unserem Versuch, die ERP-Trends für das Jahr 2018 vorherzusagen. Wir haben uns zum einen die Frage gestellt, was ERP-Hersteller umtreibt. Dazu gab es eine Interview-Reihe mit bekannten Softwarehäusern.

Wir hatten an unsere Interview-Partner folgende Frage gestellt:

Wie stark wird sich Unternehmenssoftware kurzfristig vernetzen lassen, um die künftigen Datenmengen aus IoT & Co. zu bewältigen?

Die Datensilos dieser Welt brechen ein. Immer mehr Informationen können nicht mehr an nur an einem Ort gespeichert werden. Dezentrale Daten- und Speicherkonzepte sind auf dem Vormarsch. Dieser Ansatz macht auch nicht vor Unternehmenssoftware halt. Die Zeit der vernetzten Unternehmenssoftware ist gekommen. Bereits heute ist die Warenwirtschaft mit Verkaufsplattformen wie Amazon und eBay verbunden. Im nächsten Schritt werden verschiedene ERP-Systeme fremder Unternehmen über die bekannten EDI-Funktionen (Electronic Data Interchange) hinaus miteinander kommunizieren. Mit Hilfe von APIs (Application Programming Interface) in Kombination mit IoT (Internet Of Things) und Industrie 4.0 „sprechen“ viele Bausteine miteinander und tauschen Daten aus. Die Unternehmenssoftware spielt als digitales Gehirn des Unternehmens dabei eine zentrale Rolle in diesem Organismus. Nur mit einer gut vernetzte Steuerungszentrale wird man die raue See der digitalen Disruption bewältigen können.

Hier die besten 5 Antworten unserer Interview-Partner:


Florian Kappert Co-Founder der Bilendo GmbH:

Es gibt leider immer noch sehr viele technische Hürden die verhindern, dass unterschiedliche Software-Lösungen miteinander kommunizieren. Viele Systeme unterstützen keinen oder nur rudimentären Austausch über REST-API oder Webservice. Die Schnittstellen werden schlecht gewartet und die IT-Infrastruktur ist gar nicht von dieser Seite aus konzipiert. Das bedeutet, dass elementare Bestandteile einer Software gar nicht über die Schnittstelle zugänglich sind. Firmen öffnen sich zwar immer weiter aber es bleibt ein “steiniger Weg”

Das gesamte Interview dazu finden Sie hier: Interview mit Bilendo zum Thema ERP 2018


Hier eine weitere Antwort unserer Interview-Partner:

Dipl.-Ing. (FH) Hans-Jürgen Bayerl, Head of Software Development DELTA BARTH Systemhaus GmbH

Matthias Weber

Matthias Weber ist ERP-Experte mit langjähriger Berufserfahrung. Seit über 14 Jahren bin ich in der ERP-Branche tätig und betreue ERP-Projekt von Anfang an. Marketing, Vertrieb, Beratung & Consulting und Software-Entwicklung von kaufmännischer Software gehört zu meinem Tagesgeschäft - ich spreche aus Erfahrung. Sie erreichen mich unter matthias.weber[[at]]erp-hero.de oder können weitere Beiträge von mir auf Computerwoche.de lesen.

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