ERP 2018, ein Rückblick in die Interviews – Fokus: Kollaborative Unternehmenssoftware (Virtual Reality, Chatbots, Unified Communications)

Der Blick in die Glaskugel ist für eine Wahrsagerin ein festes Ritual. Ähnlich ist es mit unserem Versuch, die ERP-Trends für das Jahr 2018 vorherzusagen. Wir haben uns zum einen die Frage gestellt, was ERP-Hersteller umtreibt. Dazu gab es eine Interview-Reihe mit bekannten Softwarehäusern.

Wir hatten an unsere Interview-Partner folgende Frage gestellt:

Wird Unternehmenssoftware bereits 2018 interaktiver oder braucht es dafür weiterhin separate Tools?

Wer alleine arbeitet, addiert. Wer zusammenarbeitet, multipliziert. Der Ursprung dieser Weisheit ist leider unbekannt. Klar ist: In der Teamarbeit steckt viel Potenzial. Die Aufgabe künftiger Unternehmenssoftware wird sein, diese Teamarbeit zu unterstützen und zu fördern. Unternehmenssoftware wird aus diesem Grund kollaborativ. Ein Beispiel: Kollegen wollen sich bei einer komplexen Angebotserstellung mit der Fachabteilung austauschen, man möchte schließlich keine falschen Schätzungen abgeben. Unternehmenssoftware unterstützt dabei künftig die gleichzeitige und gemeinsame Bearbeitung von Belegen. Via Chat oder Video-Konferenz spricht man die Angebotspositionen durch und kommt so gemeinsam schneller ans Ziel. Auch die Kommunikation mit der Software selbst verändert sich. Bereits heute können Lagermitarbeiter mit dem ERP-System über eine Datenbrille interagieren. Mit Hilfe von eingeblendeten Objekten (Augmented Reality) und Informationen, kann der Mitarbeiter während des Kommissionierungsvorganges die Lagerplätze schneller finden in der der gesuchte Artikel liegt. Zeitgleich wird aus Kundensicht das Thema Virtual Reality relevant. Käufer wollen das Produkt aus allen Perspektiven ansehen oder sogar virtuell testen – die Produktdateninformationen (PIM) dafür, muss eine Unternehmenssoftware liefern. Mit dieser allwissenden Datenquelle kann die Software sogleich die Rückfragen vom Kunden zum Artikel beantworten. Diese Chatbots sind rund um die Uhr verfügbar und befriedigen das steigende Informationsbedürfnis des Käufers, wann immer der dies möchte. Fühlt sich der Interessent gut informiert, wird der Chatbot den Kaufprozess begleiten und so Umsatz generieren.

Hier die besten 5 Antworten unserer Interview-Partner:


Mario Baldi, CEO der Scheer GmbH:

Im Bereich der kollaborativen Unternehmenssoftware wird es im Jahr 2018 starke Veränderungen geben. Technologien, die aktuell eher in den Bereichen Forschung und Gaming beheimatet sind, werden zunehmend bei Unternehmenssoftware eingesetzt werden. Im Unternehmensbereich wird sich der Trend stark zu augmentierten Inhalten entwickeln, da Augmented Reality im Business-Bereich i. d. R. einen größeren Nutzen als Virtual Reality generieren kann. Eine besondere Chance besteht hierbei in der Kombination dieser Technologien mit Big Data und den Techniken der KI, da hierdurch alle drei relevanten Themengebiete – Datenaufbereitung, Präsentation und intelligente Empfehlungen – abgedeckt werden können.

Das gesamte Interview dazu finden Sie hier: Interview mit Scheer zum Thema ERP 2018


Hier eine weitere Antwort unserer Interview-Partner:

Florian Kappert Co-Founder der Bilendo GmbH

Matthias Weber

Matthias Weber ist ERP-Experte mit langjähriger Berufserfahrung. Seit über 14 Jahren bin ich in der ERP-Branche tätig und betreue ERP-Projekt von Anfang an. Marketing, Vertrieb, Beratung & Consulting und Software-Entwicklung von kaufmännischer Software gehört zu meinem Tagesgeschäft - ich spreche aus Erfahrung. Sie erreichen mich unter matthias.weber[[at]]erp-hero.de oder können weitere Beiträge von mir auf Computerwoche.de lesen.

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