ERP 2018, ein Rückblick in die Interviews – Fokus: Hacker-sichere Unternehmenssoftware (Blockchain, DSGVO)

Der Blick in die Glaskugel ist für eine Wahrsagerin ein festes Ritual. Ähnlich ist es mit unserem Versuch, die ERP-Trends für das Jahr 2018 vorherzusagen. Wir haben uns zum einen die Frage gestellt, was ERP-Hersteller umtreibt. Dazu gab es eine Interview-Reihe mit bekannten Softwarehäusern.

Wir hatten an unsere Interview-Partner folgende Frage gestellt:

Werden 2018 die Hackerangriffe auf ERP-Systeme steigen?

Auch wenn Hacker-Angriffe auf Unternehmenssoftware noch selten passieren, so häufen sich diese Vorfälle inzwischen auffällig. Finanziell orientierte Hacker können gerade in ERP-Systemen viel Schaden anrichten und sich monetär an Ihren Vergehen bereichern. Alleine die vage Vermutung der Möglichkeiten treibt Unternehmenslenker die Schweißperlen auf die Stirn. Da Software heute nicht mehr autonom in einem geschlossenen System ausreichend agieren kann, wird hacker-sichere Unternehmenssoftware immer wichtiger. Neben den gesetzlichen Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) mit empfindlichen Bußstrafen, besteht auch ein Eigeninteresse am Datenschutz. Technologien wie Blockchain und TLS-Verschlüsselung, können künftig die Integrität von Daten und Transaktionen sichern. Zur Sicherung des Fortbestandes eines Unternehmens wird der Geschäftsführer eine Antwort auf die Hackerangriffe finden müssen.

Hier die besten 5 Antworten unserer Interview-Partner:


Mario Baldi, CEO der Scheer GmbH:

Der generelle Trend des Anstiegs der „Internetkriminalität“ wird sich fortsetzen. ERP-Systeme stellen hier keine Ausnahme dar. Die eigentliche Frage für die Zukunft wird jedoch sein, wie sich die Auswirkungen solcher Angriffe begrenzen und kontrollieren lassen. Gerade durch die zunehmende Automatisierung von Entscheidungen wird es immer herausfordernder gegenzusteuern, bevor durch den Angriff relevante Schäden entstehen. Als Beispiel seien hier die sog. Flash Crashs genannt, die uns vor allem im Rahmen von Kurseinbrüchen an den Börsen im Gedächtnis geblieben sind. Einen möglichen Ausweg bieten hier wiederum  Techniken aus den Bereichen AI und Process Mining: Wenn wir die Entscheidungen automatisieren, müssen wir auch die Überwachung und Gegenmaßnahmen automatisieren.

Das gesamte Interview dazu finden Sie hier: Interview mit Scheer zum Thema ERP 2018


Hier eine weitere Antwort unserer Interview-Partner:

Godelef Kühl, Vorstand, godesys AG

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Matthias Weber

Matthias Weber ist ERP-Experte mit langjähriger Berufserfahrung. Seit über 14 Jahren bin ich in der ERP-Branche tätig und betreue ERP-Projekt von Anfang an. Marketing, Vertrieb, Beratung & Consulting und Software-Entwicklung von kaufmännischer Software gehört zu meinem Tagesgeschäft - ich spreche aus Erfahrung. Sie erreichen mich unter matthias.weber[[at]]erp-hero.de oder können weitere Beiträge von mir auf Computerwoche.de lesen.