Artikel: Digitalisierung heißt Veränderung – Robotic Process Automation und Change Management gehen Hand in Hand

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Change in der Unternehmensstruktur

Im nächsten Schritt muss das RPA-Know-how im Betrieb platziert werden. In vielen Fällen existieren zum einen Verantwortungsbereiche für Backend Automation und Batch Job Scheduling im Umfeld des IT-Infrastruktur-Betriebes, zum anderen gibt es vielerorts Abteilungen zur Applikationsentwicklung, die dem Fachbereich nahestehen – auch wenn sie in manchen Fällen formal als Teil der IT-Abteilung geführt werden.

Steiner:

„Nur in Ausnahmefällen verfügen die hauseigenen IT-Spezialisten über detailliertes Wissen der jeweiligen Fachbereiche und umgekehrt mangelt es in den einzelnen Unternehmensabteilungen sowie der Applikationsentwicklung an Know-how bezüglich der Automatisierung“

An welcher Stelle im Unternehmen lässt sich das Thema RPA also am besten unterbringen? Diese Entscheidung muss auf strategischer Ebene gefällt werden. Aus Sicht des RPA-Spezialisten ist jedoch das Aufsetzen eines Center of Excellence, das bereichsübergreifend arbeitet, die Lösung der Wahl. Im Weiteren führt diese Entscheidung auch zu einer möglichen Überlegung, mittelfristig weitere Automatisierungsschwerpunkte aus den angestammten Bereichen in dieses Center zu verlagern, sodass sich nach und nach alle Themen in Bezug auf Automatisierung und Digitalisierung dort ansiedeln. Damit ergibt sich eine holistische Sicht auf diese Schwerpunkte, sodass fachbereichs- und abteilungsübergreifend agiert werden kann.

Der meta:proc-Experte gibt einen Ausblick:

„Dies hilft Skaleneffekte, die sich typischerweise aus der Kombination von verschiedenen Methodiken und potenzieller Gleichartigkeit von Prozessen in verschiedenen Bereichen ergeben, zu nutzen. Mithilfe eines Center of Excellence lässt sich somit eine ganzheitliche, nachhaltige und skalierbare Automatisierungsstrategie ressourcenschonend entwickeln und vor allem auch betreiben.“

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