Die wichtigsten Geschäftssoftware-Trends 2019: Worauf es in Sachen ERP und Co. ankommt

Trend 2: Automatisierte Datenanalysen unterstützen Zukunftsprognosen

Trotz Diskussionen um Big Data und Informationsflut wissen immer noch zu wenige Unternehmenslenker um das riesige Potenzial, das in den bei ihnen vorhandenen Daten liegt. Viel zu häufig geht dieser Vorsprung durch Wissen ungenutzt verloren. Künftig werden nicht länger Menschen, sondern verstärkt Maschinen Zukunftsprognosen erstellen. Das bedeutet für die IT beispielsweise, dass Business Process Management-Systeme zusätzliche Konnektoren für Sensorik-Daten benötigen. Ein Beispiel aus dem Bereich Industrie 4.0: Mithilfe der Sensoren einer Maschine kann gemessen werden, wie oft sich die Hydraulik bewegt oder welche Öl- oder Umgebungstemperatur vorliegt. In der Luftfahrtbranche kann eine Turbine anzeigen, wie viele Stunden sie in welchen Temperaturgraden gelaufen ist. Werden diese Daten ins ERP-System eingepflegt, lassen sich hieraus Ausfallraten ableiten und die Auslastungsplanung verbessern.

Ein Beispiel aus dem Handel erläutert Godelef Kühl, Gründer und Vorstandsvorsitzender der godesys AG:

„Nur die wenigsten wissen, dass jedes Smartphone an die 14 Sensoren hat. Indem sich Retailer beispielsweise über eine Beacon-Technologie im Geschäft einloggen, könnten sie bei jeder Bewegung ihrer Kunden Daten sammeln und beispielsweise erfahren, wie lange ein Kunde vor einem Produktregal steht. Werden diese Daten dann mit einem Kassenbon verbunden, könnten Retailer noch viel mehr über das Kaufverhalten ihrer Kunden erfahren. Retailer sollten sich fragen, welche Daten sie analysieren möchten, sie zentralisiert ablegen und mit ihrem ERP abgleichen.“

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